Entsprechend dem
allgemeinen Leitungsmodell
müssen für einen elektrischen Leitungsvorgang zwei Voraussetzungen
erfüllt sein:
- Vorhandensein frei beweglicher (wanderungsfähiger) Ladungsträger:
Bringt man in destilliertes Wasser Salze, Basen oder Säuren, so
bilden sich durch Dissoziation
positiv und negativ geladene Ionen, die sich in der Flüssigkeit
frei bewegen können.
- Existenz eines elektrischen Feldes: Das wird durch Anlegen einer elektrischen
Spannung erreicht.
Der
Verlauf
des elektrischen Leitungsvorganges in Flüssigkeiten ist dadurch
gekennzeichnet, dass
- sich positiv und negativ geladene Ionen
in der Flüssigkeit gerichtet bewegen, dabei erfolgt mit dem Ladungstransport
auch ein Stofftransport,
- die gerichtete Bewegung der Ionen
durch Zusammenstöße mit anderen Ionen und Molekülen
behindert wird,
- beim Leitungsvorgang elektrische Energie in thermische Energie umgewandelt
wird. Die thermische Energie wird in Form von Wärme an die Umgebung
abgegeben.
Auftreten und Anwendung von Leitungsvorgängen
in Flüssigkeiten
Leitungsvorgänge in Flüssigkeiten können überall dort
auftreten, wo sich Ionen in einer Flüssigkeit befinden. Das ist z.
B. auch bei Mineralwasser oder Leitungswasser der Fall. Deshalb:
Vorsicht im Umgang mit Flüssigkeiten
und Elektrizität!
Leitungsvorgänge in Flüssigkeiten werden z. B. bei der Elektrolyse,
beim Galvanisieren oder
beim Lackieren von
Autoteilen genutzt.