Entsprechend dem
allgemeinen
Leitungsmodell
müssen für einen elektrischen Leitungsvorgang zwei Voraussetzungen
erfüllt sein:
1. Vorhandensein frei beweglicher (wanderungsfähiger) Ladungsträger:
In reinen Halbleitern stehen nur sehr wenige Elektronen und Löcher
(Defektelektronen) für den Leitungsvorgang zur Verfügung. Durch
Dotieren kann ihre Anzahl gezielt vergrößert werden.
2. Existenz eines elektrischen Feldes: Das wird durch Anlegen einer elektrischen
Spannung erreicht.
Der
Verlauf
des elektrischen Leitungsvorganges in Halbleitern ist dadurch gekennzeichnet,
dass
- sich Elektronen und Löcher
(Defektelektronen)
gerichtet bewegen,
- die gerichtete Bewegung der Elektronen bzw. der Löcher durch
die Atome behindert wird,
- elektrische Energie in thermische Energie umgewandelt wird.
Auftreten und Anwendung von Leitungsvorgängen
in Halbleitern
Leitungsvorgänge in Halbleitern werden vor allem bei elektronischen
Bauelementen angewendet. Dazu gehören Thermistoren
ebenso wie Halbleiterdioden,
Transistoren oder integrierte
Schaltkreise als komplexe Bauelemente.
Genauere Informationen zu den einzelnen Bauelementen sind unter den betreffenden
Stichwörtern zu finden.