
Aufbau und Schaltung einer Leuchtstofflampe
Die Leuchtstofflampe ist eine Niederdruck-Entladungslampe. Sie besteht aus einem Glasrohr, in das zwei Elektroden aus Wolframdraht an den Enden eingebaut sind. Die Innenseite der Glasröhre ist mit einer Leuchtstoffschicht versehen, deren Zusammensetzung die Farbe des Lichtes bestimmt. In der Glasröhre befindet sich ein Gasgemisch aus Argon und Quecksilberdampf.
Wirkungsweise einer Leuchtstofflampe
Beim Einschalten der Lampe senden die beiden
Wolframelektroden durch Glühemission Elektronen aus. Diese werden
durch die Spannung zwischen den Elektroden beschleunigt und treffen auf
Gasatome. Dabei werden die Gasatome durch Stoßionisation
ionisiert. Gleichzeitig senden sie eine unsichtbare ultraviolette Strahlung
aus, die die Leuchtstoffschicht zum Leuchten anregt.
Leuchtstofflampen werden in der Regel mit 230 V Wechselspannung betrieben.
Zum Zünden einer Leuchtstofflampe ist jedoch eine Zündspannung
von 300 V bis 450 V erforderlich. Um diese Zündspannung beim Einschalten
zu erreichen, werden der Starter und die Drosselspule benötigt.
Der Starter ist eine Glimmlampe, bei
der eine Elektrode ein Bimetallstreifen ist. Nach dem Einschalten kommt
es zu einer Glimmentladung, wobei ein kleiner Strom im Stromkreis fließt.
Der Bimetallstreifen schließt die beiden Elektroden kurz, wobei
ein erhöhter Strom fließt. Dadurch beginnen die Wolframdrähte
zu glühen und emittieren Elektronen. Das Gas in der Leuchtstofflampe
wird elektrisch leitend. Gleichzeitig kühlt sich die Bimetallelektrode
im Starter ab und unterbricht den Stromkreis plötzlich. Dies führt
in der Drosselspule aufgrund der Selbstinduktion zu einem kurzen Spannungsstoß
von 300 V bis 450 V, der zum Zünden der Lampe ausreicht. Die Elektronen
in der Lampe werden stark beschleunigt und es kommt zur Stoßionisation.
Gleichzeitig drosselt die Drosselspule aufgrund der Selbstinduktion
die Stromstärke im Stromkreis.
Energieumwandlungen und Wirkungsgrad
In einer Leuchtstofflampe entsteht nur zu einem geringen
Teil sichtbares Licht und zu über 60% nicht sichtbares ultraviolettes
Licht. Dieses ultraviolette Licht trifft auf den Leuchtstoff und wird
dort in sichtbares Licht und Wärme umgewandelt.
Bei modernen Leuchtstofflampen wird ein Wirkungsgrad
von 25% erreicht. Herkömmliche Glühlampen haben nur einen Wirkungsgrad
von 5%.
Von der Leuchtstärke entspricht