
Stoffe können lichtdurchlässig oder lichtundurchlässig sein. Bei den lichtdurchlässigen Stoffen unterscheidet man zwischen durchsichtigen und durchscheinenden Stoffen. In der nachfolgenden Übersicht sind die Zusammenhänge und Beispiele dargestellt.

Physikalische Grundlagen
Die grundsätzlichen Zusammenhänge sind in Bild 2 dargestellt.
Trifft Licht auf einen Körper, so können vier Erscheinungen
auftreten (Bild 2):
Ob ein Körper durchsichtig, durchscheinend oder undurchsichtig ist, hängt davon ob, wie groß die Anteile des reflektierten, absorbierten, gestreuten und hindurchgelassenen Lichtes sind.
Lichtdurchlässige Stoffe
Lichtdurchlässige
Stoffe können durchsichtig oder durchscheinend sein.
Durchsichtige Stoffe lassen den überwiegenden Teil des Lichtes hindurch,
wobei ein meist geringer Teil des Lichtes absorbiert und gestreut wird.
Beispiele für solche durchsichtigen Stoffe sind Fensterglas, das
für Linsen und Brillengläser verwendete Glas, Luft, sehr dünne
Wasserschichten und eine Reihe von Kunststoffen. Gegenstände, die
sich hinter durchsichtigen Stoffen befinden, kann man deutlich erkennen.
Durchscheinende Stoffe
sind dadurch gekennzeichnet, dass zwar Licht durch sie hindurchtritt,
aber das Licht im Stoff gestreut wird. Dadurch kann man z. B. Gegenstände
oder Lichtquellen, die sich hinter durchscheinenden Stoffen befinden,
nicht deutlich oder gar nicht erkennen. Beispiele für durchscheinende
Stoffe sind z. B. viele der Stoffe, die für Kleidung verwendet werden,
aber auch Vorhänge, dickere Wasserschichten, eine Wolke, ein Blatt
Papier oder eine Milchglasscheibe.
Lichtundurchlässige Stoffe
Lichtundurchlässige
Stoffe werden auch als undurchsichtige
Stoffe bezeichnet. Bei solchen Stoffen wird das Licht entweder weitgehend
reflektiert (Beispiel: Spiegel) oder zum Teil reflektiert und zum Teil
vom Körper absorbiert (Stahlplatte, Mauerwerk, Holzplatte, eine Reihe
von Kunststoffen).
Lichtdurchlässigkeit und Schichtdicke
Ob ein Körper lichtdurchlässig ist oder nicht, hängt auch
von seiner Schichtdicke ab.
So ist z. B. ein einzelnes Blatt Papier lichtdurchlässig. Legt man
20 Blätter übereinander, so tritt kein Licht mehr hindurch.
Das gilt auch für Wasser: Dünnere Schichten sind lichtdurchlässig,
sehr dicke Schichten nicht mehr, weil in dickeren Schichten sämtliches
auffallende Licht absorbiert wird. In größeren Meerestiefen
ist es deshalb völlig dunkel.
Umgekehrt kann ein lichtundurchlässiger Stoff bei hinreichend kleiner
Schichtdicke lichtdurchlässig werden. Eisenblech ist undurchsichtig,
durch sehr dünne Eisenschichten kann aber Licht hindurchtreten, sie
sind durchscheinend oder sogar durchsichtig.