Körper, die selbst Licht erzeugen, werden als Lichtquellen bezeichnet. Je nach der Art der Lichtentstehung und den geometrischen Eigenschaften unterscheidet man verschiedene Formen von Lichtquellen.
Die weitaus häufigste Art der Lichtentstehung ist das Glühen.
Erhitzt man Körper auf hohe Temperaturen, dann werden sie zunächst
rot-, bei steigender Temperatur weißglühend. Die Sonne, aber
beispielsweise auch Glühlampen (Bild 2) senden Licht infolge ihrer
hohen Glühtemperatur aus.
Wie man durch vorsichtiges Anfassen leicht erkennen kann, sendet eine
Leuchtstoffröhre offenbar Licht aus, ohne dass sie auf hohe Temperaturen
erhitzt wurde. Das Licht der Leuchtstoffröhre
entsteht, wenn freie Elektronen von Atomen eingefangen werden und dabei
ihre überschüssige Bewegungsenergie in Form von Licht an die
Umgebung abstrahlen. Ähnliches geschieht, sobald sich ein Elektron
in der Atomhülle eines Atoms von einer Bahnposition, die relativ
weit vom Atomkern entfernt ist, auf eine Bahnpositon begibt, die dichter
am Atomkern befindlich ist. Auch hierbei muss das Elektron Energie an
die Umgebung freisetzen. Dies geschieht durch Lichtabgabe.
Bei chemischen Vorgängen wechseln Elektronen häufig ihre Anordnung innerhalb der Atome und Moleküle. Dann emittieren sie Licht, wodurch die betreffende Reaktionen - beispielsweise ein Verbrennungsprozess - überhaupt erst sichtbar werden (Bild 3).
Lichtquellen können verschiedene geometrische Eigenschaften aufweisen. Im einfachsten Fall sind sie nahezu punktförmig. Exakt punktförmige Lichtquellen sind Modellvorstellungen, die in der Natur nicht vorkommen. Wenn man sich aber weit genug von einer Lichtquelle entfernt hat, dann kann man sie immer als punktförmig ansehen. Ein Beispiel hierfür sind die Sterne.
Unsere Sonne ist ein Stern, doch weil wir uns relativ nahe an ihr befinden,
nehmen wir sie als ausgedehnte Lichtquelle wahr. Alle anderen Sterne sehen
wir nachts nur als leuchtende Punkte, obgleich sie doch ähnliche
Abmessungen wie die Sonne aufweisen. Sie sind aber wesentlich weiter als
die Sonne von uns entfernt.
Lichtquellen, die das Licht von einer großen Oberfläche abgeben,
bezeichnet man auch als Flächenstrahler.