Die elektromagnetischen Schwingungen in einem Schwingkreis klingen nach einmaliger Anregung relativ schnell wieder ab, weil elektromagnetische Energie durch den ohmschen Widerstand des Leitungsdrahtes in Wärme umgewandelt und dadurch dem Schwingkreis entzogen wird. Möchte man die Schwingung aufrecht erhalten, dann muss man dem Schwingkreis im Takt der Eigenschwingung und in der richtigen Phase Energie zuführen. Dies geschieht mithilfe einer meißnerschen Rückkopplungsschaltung.
Die meißnersche Rückkopplungsschaltung hat der deutsche Techniker
ALEXANDER MEISSNER (1883-1958) im Jahre
1913 entwickelt. Während MEISSNER für seine Schaltung eine Elektronenröhre
(Triode) nutzte, verwendet man heute anstelle von Röhren Transistoren.
Die Basis des Transistors ist mit dem Schwingkreis gekoppelt. Fließt
in der Spule des Schwingkreises ein Strom, so wird auch im Basisstromkreis
des Transistors ein Strom induziert. Mit diesem Basisstrom
fließt auch ein Kollektorstrom,
der dem Schwingkreis Energie zuführt. Durch die Anordnung wird also
erreicht, dass im Rhythmus der Schwingungen im Schwingkreis dem Schwingkreis
selbst Energie zugeführt wird. Dies geschieht solange, bis die Verluste
im Schwingkreis gerade durch die zugeführte Energie ausgeglichen
werden. Die Schwingungsfrequenz ist dabei genau wie im einfachen Schwingkreis
durch die thomsonsche Schwingungsgleichung
festgelegt.
Mithilfe der meißnerschen Rückkopplungsschaltung kann man
stabile sinusförmige elektromagnetische Schwingungen konstanter Amplitude
und Frequenz erzeugen.