


Polarisation von Licht
Sorgt man aber z. B. durch spezielle Filter, so genannte Polarisationsfilter,
dafür, dass Licht nur in einer Schwingungsrichtung schwingt, dann
bezeichnet man solches Licht als polarisiertes
Licht. Zur modellartigen Veranschaulichung
kann man eine Seilwelle betrachten Bild 2). Erzeugt man eine Seilwelle
mit beliebiger Schwingungsrichtung und lässt diese Seilwelle durch
einen schmalen, vertikalen Schlitz hindurchtreten, so schwingt die Seilwelle
hinter dem Schlitz nur noch in einer Ebene. Sie ist polarisiert.
Bringt man einen zweiten Schlitz an, so geht die Wellen hindurch, wenn dieser Schlitz ebenfalls senkrecht steht. Dreht man ihn um 90°, so kann ihn die Welle nicht durchlaufen. Analog ist das bei Verwendung von zwei Polarisationsfiltern: Durch Polarisationsfilter, die um 90° gegeneinander gedreht sind, geht kein Licht hindurch (Bild 3).
Licht kann auch durch Reflexion und Brechung polarisiert werden. Das
Sonnenlicht wird beim Durchgang durch die Atmosphäre ebenfalls teilweise
polarisiert. Es gibt auch Lichtquellen, die polarisiertes Licht aussenden.
Ein Beispiel dafür sind Laser.
Bedeutung der Polarisation
Mithilfe von polarisiertem Licht kann man z. B. die Konzentration
einer Zuckerlösung ermitteln. Eine solche Zuckerlösung hat
die Eigenschaft, die Schwingungsebene von polarisiertem Licht zu drehen.
Diese Drehung ist umso stärker, je höher die Konzentration der
Zuckerlösung ist. Um den Drehwinkel zu ermitteln, wird Licht durch
ein Polarisationsfilter geschickt, hinter der Lösung ein zweites
Polarisationsfilter angebracht und durch Drehung dieses zweiten Filters
der Drehwinkel ermittelt.
In der Fotografie kann man
mithilfe eines Polarisationsfilters, der vor das Objektiv gesetzt wird
und drehbar ist, unerwünschte
Reflexionen vermindern (Bild 4).