

Liegt die Erregerfrequenz in der Nähe der Eigenfrequenz
des Schwingers, so vergrößert sich seine Amplitude. Sie erreicht
ein Maximum, wenn die Erregerfrequenz gleich der Eigenfrequenz ist. Dieser
Fall wird als Resonanz bezeichnet.
Allgemein gilt die Resonanzbedingung:
Resonanz tritt bei erzwungenen Schwingungen dann auf, wenn die Erregerfrequenz
gleich der Eigenfrequenz ist, wenn also gilt:

Wie stark sich die Amplitude des Schwingers im Resonanzfall vergrößert, hängt von der Stärke der Dämpfung ab (Bild 2). Bei geringer Dämpfung kann die Amplitude sehr groß werden und es kann sogar zu einer Zerstörung des Schwingers kommen.
Erwünschte und unerwünschte
Resonanz
Wie viele andere physikalische Erscheinungen ist Resonanz manchmal erwünscht
und wird genutzt, manchmal ist sie unerwünscht
und muss verhindert werden.
Erwünschte Resonanz finden wir
z. B. bei Musikinstrumenten. Viele Musikinstrumente, etwa Gitarren (Bild
3), Geigen, Cellos oder Kontrabässe, verfügen über Resonanzkörper.
Diese sind so gebaut, dass bei möglichst vielen Frequenzen ein Mitschwingen
erfolgt. Durch den Resonanzkörper wird entscheidend der Klang des
betreffenden Instruments bestimmt. Genutzt wird die Resonanz bei Zungenfrequenzmessern.
Das sind Messgeräte zur Bestimmung der Frequenz.
Unerwünschte Resonanz dagegen
ist das Mitschwingen von Fundamenten bei Maschinen, das Mitschwingen von
Brücken, das Mitschwingen von Autoteilen oder Fensterscheiben oder
das Mitschwingen von hohe Gebäuden oder Türmen. Tritt dort Resonanz
auf, so können die Amplituden der Schwingungen so groß werden,
dass Schäden oder gar Zerstörungen auftreten. Man spricht dann
von einer Resonanzkatastrophe.
Ein klassisches Beispiel für eine solche Katastrophe ist der Einsturz
der Tacoma-Hängebrücke in den USA (Bild 4). Diese Ende der dreißiger
Jahre des 20. Jahrhunderts gebaute, 1 km lange Hängebrücke stürzte
1940 ein, obwohl zu diesem Zeitpunkt eine relativ geringe Windstärke
herrschte.
Durch Windstöße, die zufällig etwa mit der Eigenfrequenz
der Brücke erfolgten, schaukelten sich die Schwingungen der Brücke
immer mehr auf. Das führte schließlich zum Einsturz. Ein zufällig
anwesender Wissenschaftler, der die schon mehrfach beobachteten Schwingungen
der Brücke untersuchen wollte, machte mit seiner Schmalfilmkamera
sensationelle Aufnahmen vom Einsturz der Brücke. Das Foto (Bild 4)
ist ein Bild einer Kamera, die zur Überwachung der Brücke installiert
war.