


Hz und
Hz
liegt. Sie entsteht, wenn Elektronen hoher kinetischer Energie schlagartig
abgebremst werden oder ihre Bewegungsrichtung ändern. Darüber
hinaus entstehen Röntgenlinien, ähnlich wie beim Linienspektrum
im sichtbaren Bereich des Lichtes, in den Hüllen der Atome. Während
die Entstehung des Lichtes aber in den äußeren Gebieten der Atomhülle
vonstatten geht, erfolgt die Bildung von Röntgenstrahlen in den inneren
Schalen der Atomhüllen von chemischen Elementen hoher Ordnungszahlen
im Periodensystem. Dazu ist es erforderlich, dass zuvor ein Elektron aus
einer solchen Atomschale entfernt wird. Dies erfolgt nur bei extrem hohen
Temperaturen durch den Zusammenstoß von Atomen oder wenn man das betreffende
Atom von außen mit anderen Teilchen - z. B. Elektronen - beschießt.
Daher gehen unter Normalbedingungen von den Atomen keine Röntgenwellen
aus.Technisch werden Röntgenstrahlen meist in speziellen Röntgenröhren
erzeugt (Bild 1). Da die Röntgenstrahlung in diesen Röhren durch
die Abbremsung von schnellen Elektronen an der Anode gebildet wird, nennt
man die solcherart gewonnene Röntgenstrahlung auch Bremsstrahlung.
Die Bremsstrahlung besitzt einen charakteristischen Intensitätsverlauf.
Sie setzt bei einer gewissen Grenzwellenlänge ein, erreicht einen
Maximalwert und klingt dann bei höheren Wellenlängen allmählich
ab (Bild 2). Die im Jahre 1895 von WILHELM
CONRAD RÖNTGEN (1845-1923) zum ersten Mal beobachtete Röntgenstrahlung
war in einer Vakuumröhre
als Bremsstrahlung entstanden. Diese Strahlung führte, ähnlich
wie sichtbares Licht, zur Schwärzung von Filmschichten.