



Der Mensch hatte schon immer das Bedürfnis, Schall (Sprache, Musik) aufzuzeichnen, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder hören zu können. Die technischen Voraussetzungen dafür wurden aber erst im 19. Jahrhundert entwickelt. Entscheidenden Anteil daran hatte der US-amerikanische Erfinder THOMAS ALVA EDISON (1847-1931). EDISON entwickelte 1877 ein Gerät, mit dem man Schall aufzeichnen konnte, den Phonographen.
Aufbau und Wirkungsweise eines Phonographen
Bild 1 zeigt den Aufbau eines Phonographen.
Er besteht aus einem Schalltrichter, der unten mit einer Membran abgeschlossen
ist. An dieser Membran ist eine Nadel befestigt. Darunter befindet sich
eine drehbare Walze, mit Stanniolpapier belegt.
Das Prinzip der Schallaufzeichnung ist aus der Skizze (Bild 1) erkennbar:
Will man den Schall wieder hörbar machen, so wird die Nadel an den
Anfang der Schreibspur gesetzt und die Walze gleichmäßig gedreht.
Die Nadel folgt dann den unterschiedlichen Vertiefungen im Stanniolpapier.
Diese Hin- und Herbewegungen werden auf die Membran übertragen. Sie
schwingt im Rhythmus der Vertiefungen und erzeugt dadurch Schall. Durch
den Schalltrichter gelangt der Schall zu den Zuhörern.
Ein Hauptproblem beim Phonographen war die geringe Qualität der Schallaufzeichnung
und der Schallwiedergabe.
Eine wichtige Weiterentwicklung -
die Schallplatte
Einen entscheidenden Fortschritt in der Qualität erzielte der deutsche
Elektrotechniker EMIL BERLINER (1851-1929).
Er ersetzte die Walze durch eine Schellackplatte, in deren Rille der Schall
gespeichert wurde. Bereits 1892 kamen die ersten Schallplatten
in den Handel. Sie wurden auf Grammofonen abgespielt und fanden schnell
weite Verbreitung. Durch neue Kunststoffe verbesserte sich allmählich
die Plattenqualität. Mit der Entwicklung von Langspielplatten in
den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Schallplatte
zu einem der wichtigsten Tonträger.
Ein anderes Prinzip - die magnetische
Speicherung
Ein anderes Verfahren der Schallaufzeichnung und -wiedergabe entstand
mit der Entwicklung des Rundfunks Mitte der dreißiger Jahres des
20. Jahrhunderts. Es wurden die ersten Tonbandgeräte
entwickelt. Dabei wird ein grundsätzlich anderes Prinzip als beim
Phonographen oder bei der Schallplatte genutzt: Statt einer mechanischen
Aufzeichnung und Wiedergabe erfolgen diese elektromagnetisch.
Erforderlich ist dazu eine Trägerschicht (ein Tonband), auf die eine
sehr dünne, magnetisierbare Schicht aufgebracht ist. In dieser magnetisierbaren
Schicht befinden sich Elementarmagnete, die zunächst völlig
ungeordnet sind.
Die Aufnahme von Schall erfolgt so:
Das Tonband wird gleichmäßig an einem Aufnahmekopf vorbeibewegt
(Bild 3). Das ist ein kleiner Elektromagnet, dessen Magnetfeld sich im
Rhythmus der Schallschwingungen verändert. Das wird erreicht, indem
man Schall mithilfe eines Mikrofons in Schwankungen der elektrischen
Stromstärke umwandelt und diesen Strom dem Aufnahmekopf zuführt.
Durch das sich im Rhythmus der Schallschwingungen ändernde Magnetfeld
erfolgt eine entsprechende Magnetisierung der Schicht auf dem Tonband.
Bei der Wiedergabe wird das Tonband
an einem Wiedergabekopf vorbeibewegt. Das ist eine kleine Induktionsspule.
Verändert sich durch das Vorbeibewegen das Magnetfeld um die Spule,
so wird in ihr nach dem Induktionsgesetz eine Spannung induziert, die
ihrerseits einen Strom hervorruft. Da die Induktion entsprechend der Magnetisierung
des Tonbandes erfolgt, schwankt die Induktionsspannung und damit der Induktionsstrom
im Rhythmus der ursprünglichen Schallschwingungen. Der Strom wird
zu einem Verstärker geleitet. Über einen Lautsprecher werden
die Stromschwankungen wieder in Schall umgewandelt.
Heute wird dieses Verfahren noch bei Diktiergeräten
und Kassettenrecordern angewendet.
Auch bei Videobändern nutzt man das Verfahren, wobei dort je nach
den verwendeten Geräten zum Teil analoge und zum Teil digitale Signale
aufgezeichnet und gespeichert werden.
Ausgelesen werden die Daten mithilfe eines fein gebündelten Laserstrahls
(Bild 5). Das reflektierte Laserlicht wird je nach Auftreffpunkt unterschiedlich
reflektiert. Beim Auftreffen auf eine Vertiefung (Pit) wird es teilweise
gestreut. Die Intensität des reflektierten Lichtes ist dann geringer.
Das reflektierte Licht gelangt über den halbdurchlässigen Spiegel
zu einer Fotodiode, wird dort in elektrische Signale umgewandelt und verstärkt.
Der Schall ist dann über einen Lautsprecher wieder hörbar.
Neben der einfachen CD gibt es heute einmalig beschreibbare CDs (CD-R)
und mehrfach beschreibbare CDs (CD-RM). Die neueste Entwicklung sind wieder
beschreibbare CDs (CD-RW).
Noch größere Speichermengen ermöglicht die DVD (Digitale Video-Disc). Die Spurbreite ist noch geringer als bei der CD. darüber hinaus sind Speicherschichten in zwei Ebenen angeordnet, sodass ein Speichervermögen bis 8,5 GB erreicht werden kann.