
Wird der Topf einschließlich Inhalt erwärmt, dann vergrößert
sich der Druck im Gefäß. Durch diesen erhöhten Druck siedet
Wasser nicht schon bei 100 °C wie beim normalen Luftdruck, sondern
erst bei höheren Temperaturen, denn für Wasser gilt wie für
fast alle anderen Stoffe:
Je größer der Druck ist, desto
höher ist die Siedetemperatur.
Bild 2 zeigt zwei typische Werte für Druck
und Temperatur bei einem Schnellkochtopf.
Der maximale Druck, mit dem ein solcher Topf arbeitet, liegt bei etwa
180 kPa, also beim 1,8fachen des normalen Luftdrucks. Die Siedetemperatur
des Wassers liegt dann bei 117 °C. Durch diese höhere Temperatur
werden Speisen schneller gar. Damit wird nicht nur Zeit, sondern auch
Energie gespart.
Vergrößert sich der Druck auf Werte von über 180 kPa,
so öffnet sich das Sicherheitsventil. Dadurch wird ein weiterer Druckanstieg
verhindert.
Beim Verwenden eines Schnellkochtopfes ist unbedingt zu beachten: Der
Deckel darf nur geöffnet werden, wenn der Druck im Inneren gleich
dem Außendruck ist. Es besteht sonst erhebliche Verletzungsgefahr.