
Der Sehbereich des Menschen
Menschen können mit den Augen nur einen sehr kleinen Bereich des elektromagnetischen Spektrums wahrnehmen (Bild 2). Es ist in Anpassung an unsere Lebensbedingungen der Bereich, in dem die Sonne die meiste Strahlungsenergie abgibt. Der Sehbereich des Menschen lässt sich durch die betreffenden Wellenlängen und Frequenzen näher kennzeichnen. Sie sind in der nachfolgenden Tabelle angegeben.
| Art des Lichtes | Sichtbarkeit | Frequenz in
|
Wellenlänge in nm (in Luft) |
| infrarotes Licht | unsichtbar (Wärmestrahlung) |
0,1 - 3,8
|
30 000 - 780
|
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rotes Licht |
sichtbar
|
3,8 - 4,8
|
780 - 620
|
| oranges Licht |
4,8 - 5,0
|
620 - 600
|
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| gelbes Licht |
5,0 - 5,3
|
600 - 570
|
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| grünes Licht |
5,3 - 6,1
|
570 - 490
|
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| blaues Licht |
6,1 - 7,0
|
490 - 430
|
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| violettes Licht |
7,0 - 7,7
|
430 - 390
|
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| ultraviolettes Licht | unsichtbar (UV-Strahlung) |
7,7 - 300
|
390 - 10
|
Die größte Empfindlichkeit hat das menschliche Auge im mittleren Wellenlängenbereich, also bei gelb-grünem Licht.
Der Sehbereich von Tieren
Die optische Wahrnehmung von Tieren unterscheidet sich z. T. erheblich
von der des Menschen. Sie ist an die jeweiligen Lebensbedingungen
angepasst und unter anderem auch dadurch bedingt, dass die Augen unterschiedlich
aufgebaut sind.
Würmer und Schnecken verfügen teilweise nur aber lichtempfindliche
Zellen, mit denen sie nur Hell-Dunkel-Reize wahrnehmen können. Diese
lichtempfindlichen Zellen sind z. B. beim Regenwurm über die
gesamte Körperoberfläche verteilt. Die Weinbergschnecke dagegen
reagiert auf unterschiedliche Beleuchtung mit ihren hinteren größeren
Fühlern, die Augen tragen.
Die Empfindlichkeit
des Auges hängt wesentlich von der Anzahl der lichtempfindlichen
Zellen in der Netzhaut ab.
| Anzahl der lichtempfindlichen Zellen je Quadratmillimeter in der Netzhaut | |
| Spinne | 15 000 |
| Frosch | 100 000 |
| Huhn | 265 000 |
| Katze | 395 000 |
| Mensch | 400 000 |
| Kauz | 680 000 |
Das Sehfeld,
also der räumliche Bereich, der optisch wahrgenommen wird, hängt
erheblich vom Augenabstand und von der Stellung der Augen ab. Eng zusammenstehende
Augen (z. B. Mensch, Katze, Hund) bewirken ein relativ kleines Sehfeld,
ermöglichen aber ein gutes räumliches Sehen.
Stärker seitlich angeordnete Augen (z. B. Hasen, Kaninchen,
Rehe) vergrößern das Sehfeld, das räumliche Sehvermögen
ist aber gering.
Beim Farbensehen
gibt es ebenfalls erhebliche Unterschiede. Eine Reihe von Tieren kann
keine oder nur wenige Farben wahrnehmen. Sie können aber Hell und
Dunkel unterscheiden. Dazu gehören viele niedrige Tiere (Würmer,
Schnecken), aber auch Stiere.
Schmetterlinge nehmen kein
langwelliges Licht wahr, also kein rotes Licht.
Fische nehmen besonders gut den
kurzwelligen blauen Anteil des Lichtes wahr. Das ist genau der Anteil,
der in größeren Wassertiefen noch vorhanden ist.