
Die Amplitudenmodulation
Elektromagnetische Schwingungen werden nur dann als hertzsche Wellen vom
Dipol einer Antenne abgestrahlt, wenn
sie eine relativ hohe Frequenz besitzen (mindestens 100 kHz). Akustische
Signale (Musik oder Sprache) haben aber eine deutlich geringere Frequenz
bis maximal 20 kHz (Bild 2).
Um Sprache oder Musik überhaupt mithilfe von hertzschen Wellen übertragen zu können, müssen die in ihnen enthaltenen Schallschwingungen zunächst in elektromagnetische Schwingungen umgewandelt und anschließend "aussendbar" gemacht werden. Das dabei häufig gewählte Verfahren ist die Amplitudenmodulation.
Bei der Amplitudenmodulation werden hochfrequente Schwingungen (Bild 3) als Träger für niederfrequente Signale benutzt. Durch Überlagerung von hoch- und niederfrequenten Schwingungen entsteht eine modulierte Trägerschwingung, deren Amplituden im Takt des Signals verändert werden (Bild 4).
Arbeitsweise eines Senders
Die Trägerschwingung wird in einem
Hochfrequenzgenerator erzeugt. Ein Hochfrequenzgenerator
besteht aus einem Schwingkreis mit fester oder fest wählbarer Eigenfrequenz
und speziellen Stabilisierungsschaltungen, die ein "Abdriften"
der Frequenz vom Sollwert verhindern sollen.
Im Modulator werden Trägerschwingung und Signal miteinander überlagert - die modulierte Hochfrequenzschwingung entsteht. Im einfachsten Fall erfolgt die Modulation mithilfe von Dioden. Ein in der Nachrichtentechnik häufig angewandter Modulator ist der Ringmodulator. Dessen Vorteil besteht darin, dass am Ausgang nur ein sehr enges Frequenzspektrum vorhanden ist. Dadurch kann man die Senderfrequenz relativ deutlich von benachbarten Frequenzen trennen.
Die Schwingung gelangt nach der Modulation in einen Hochfrequenzverstärker
und von dort in einen Schwingkreis, der induktiv, also mittels Spulen,
an den Dipol einer Antenne gekoppelt
ist. Vom Dipol können sich die elektromagnetischen Schwingungen lösen
und als hertzsche Wellen im Raum ausbreiten.