

Der Begriff Smog steht für Luftverschmutzung. Während man früher damit nur die Mischung von Rauch und Nebel meinte, wird der Begriff heute auch für andere Arten von "Luftverschmutzung" genutzt. Zum einen gibt es den "klassischen" Smog, zum anderen verwendet man den Begriff auch für andere Arten der "Luftverschmutzung". Beim Sommersmog geht es um eine erhöhte Ozonkonzentration, bei Elektrosmog um elektrische und magnetische Felder.
Der "klassische" Smog
Die Gase Schwefeldioxid, Kohlenstoffmonooxid und Stickstoffdioxid verursachen
gemeinsam mit anderen Luftbestandteilen, vor allem auch mit Wasserdampf
(Nebel) eine Erscheinung, die Smog
genannt wird (Bild 1). Der Begriff kommt aus dem Englischen. Er beschreibt
die gelblich-weiße Mischung aus Rauch (engl.: smoke) und Nebel (engl.:
fog), die in extremer Form erstmals um die Jahrhundertwende in London
auftrat. Ursache dafür war die große Anzahl von kohlebeheizten
Öfen mit hohem Schadstoffausstoß und die zahlreichen ungefilterten
Industrieabgase. Solcher Smog kann zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen,
insbesondere zu Atembeschwerden, führen.
Konzentriert tritt Smog in Bereichen mit hoher Konzentration an Abgasen auf. Auch heute ist nicht selten über großen Städten und Industrieanlagen eine Dunstglocke zu beobachten (Bild 1) - ein sichtbares Zeichen für eine Luftverschmutzung.
Sommersmog
Beim Sommersmog geht es um
einen völlig anderen Sachverhalt. Mit Sommersmog ist eine verstärkte
Bildung von bodennahem Ozon gemeint, einem stechend riechenden, reaktionsfreudigen
Gas, das aus drei Sauerstoffatomen besteht. Dieses Ozon
entsteht, wenn Sonnenlicht auf Luftschadstoffe (Stickoxide, Kohlenwasserstoffe)
trifft, die vor allem von Kraftfahrzeugen an die Umwelt abgegeben werden
(Bild 2).
Nicht verwechselt werden darf dieses Ozon mit der Ozonschicht, die in der Atmosphäre in 15-25 km Höhe existiert und die die gefährliche kurzwellige UV-Strahlung absorbiert. Genauere Hinweise dazu sind unter dem Stichwort Ozonloch zu finden.
Das bodennahe Ozon, das vom Menschen eingeatmet wird, beeinflusst die Lungenfunktion negativ, löst Tränenreiz aus, verringert die Leistungsfähigkeit, erhöht möglicherweise das Krebsrisiko und beeinflusst auch das Waldsterben. Für die Bewertung der Ozonbelastung ist zu beachten:

Als Durchschnittswerte in Deutschland werden heute Werte von 40-50 Mikrogramm je Kubikmeter angegeben. Inzwischen gibt es auch gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte für Ozon:

Der bisher höchste Wert in Deutschland wurde 1976 in
Mannheim mit 543 Mikrogramm je Kubikmeter gemessen. Aktuelle Werte verschiedener
Orte kann man im Internet bei den Landesumweltämtern abrufen.
Elektrosmog
Um elektrische Leitungen (Bild 3), aber auch um solche elektrische Geräte
wie Elektroherde, Fernsehgeräte, CD-Player, Handys oder Mikrowellengeräte
existieren elektrische und magnetische Felder. Rundfunk- und Fernsehsender
senden elektromagnetische Wellen aus, also sich ständig ändernde
elektrische und magnetische Felder. Auch die Informationsübertragung
bei Handys erfolgt mit elektromagnetischen Wellen. Darüber hinaus
gibt es noch natürliche elektrische und magnetische Felder, z. B.
das elektrische und das magnetische Feld der Erde.
Wir sind also ständig einer großen Anzahl elektrischer und
magnetischer Felder ausgesetzt. Die "Verschmutzung" der uns
umgebenden Luft mit elektrischen und magnetischen Feldern wird als Elektrosmog
bezeichnet.
Ob durch Elektrosmog gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten,
ist umstritten.
Festgelegt sind aber trotzdem inzwischen Grenzwerte
für Felder, die nicht überschritten werden sollten.
Für den Daueraufenthalt in Feldern bei einer Frequenz von 50 Hertz
(Netzwechselspannung) hat das Komitee der
Deutschen Elektrotechnischen Kommission (DEK) folgende Grenzwerte
festgelegt:
| Elektrisches Feld: Magnetisches Feld: |
7 000 Volt je Meter
400 Mikrotesla |
Im Bundes-Imissionsschutzgesetz wurden 1996 niedrigere Grenzwerte festgelegt:
| Elektrisches Feld: Magnetisches Feld: |
5 000 Volt je Meter 100 Mikrotesla |
Unterhalb dieser Werte sind nach gegenwärtigen Erkenntnisse gesundheitliche
Schäden auszuschließen. Kurzfristig können die Werte,
denen man sich aussetzt, deutlich höher sein.
Messungen haben ergeben:
In der Nähe von Hochspannungsleitungen, in Gebäuden und Räumen
sowie neben elektrischen Hausgeräten betragen die Werte
beim elektrischen Feld zwischen 1 und 1 000 Volt je Meter,
beim magnetischen Feld zwischen 0,01 und 100 Mikrotesla.