

In Bild 2 ist erkennbar, wie eine stehende
Welle entsteht: Hinlaufende und rücklaufende Welle überlagern
sich und bilden gemeinsam die stehende Welle. Man kann eine solche stehende
Welle auch erzeugen, wenn man ein Seil an einem Haken befestigt und das
andere Ende des Seils mit der Hand in Schwingungen versetzt. Die erforderliche
Frequenz muss man ausprobieren.
Nutzen kann man stehende Wellen z. B. zur Bestimmung der Wellenlänge von Schallwellen (Bild 3). Dazu wird ein beidseitig offenes Glasrohr in Wasser getaucht und über dem Glasrohr ein Lautsprecher angebracht, der mit einem Tonfrequenzgenerator verbunden ist. Die vom Lautsprecher ausgehenden Schallwellen werden an der Wasseroberfläche reflektiert. Dort befindet sich stets ein Schwingungsknoten. Beträgt die Länge der Luftsäule gerade ein Viertel der Wellenlänge, so befindet sich am Ende des Glasrohres ein Schwingungsbauch, erkennbar an der besonders großen Lautstärke. Ein Schwingungsbauch tritt ebenfalls auf, wenn die Länge der Luftsäule drei Viertel der Wellenlänge beträgt. Damit gilt:
Kennt man die Frequenz der Schallwellen, dann kann man mithilfe der Gleichung
die Schallgeschwindigkeit
berechnen.