Alle Stoffe sind
aus sehr kleinen
Teilchen, den
Atomen
und
Molekülen aufgebaut.
Den
Aufbau von Stoffen kann man mit dem
Teilchenmodell beschreiben (Bild 1). Seine Grundaussagen
lauten:
- Alle Stoffe bestehen aus Teilchen.
- Die Teilchen befinden sich in ständiger Bewegung.
- Zwischen den Teilchen wirken anziehende bzw. abstoßende Kräfte.
Für diese Aussagen gibt es eine Reihe von experimentellen Belegen und
auch von Belegen aus dem Erfahrungsbereich:
- Löst man z. B. Zucker in Tee, so kann man nach kurzer Zeit den
Zucker nicht mehr sehen, ihn aber schmecken. Offensichtlich hat sich
der Zucker im Tee in sehr kleinen, mit bloßem Auge nicht sichtbaren
Teilchen verteilt.
- Luft mit den Hauptbestandteilen Stickstoff und Sauerstoff ist überall
um uns vorhanden. Bei Wind spüren wir sie auch. Die Bestandteile
der Luft sind für uns nicht sichtbar, aber vorhanden. Auch Gase
bestehen aus sehr kleinen Teilchen.
- Gibt man einige Tropfen Tinte in ein Glas mit warmem Wasser, so verteilt
sich die Tinte von selbst relativ schnell im gesamten Wasser. Den Rauch
von Zigaretten kann man in einem Raum an verschiedenen Stellen wahrnehmen.
Dieses Durchmischen von Stoffen kommt zustande, weil sich die Teilchen
aller Stoffe bewegen. Ein Beleg dafür ist auch die brownsche
Bewegung und die Diffusion
von Stoffen.
- Eine Feder kann man auseinanderziehen. Lässt man ein Ende los,
so nimmt sie wieder ihre ursprüngliche Form an. Die Luft in einer
Luftpumpe lässt sich zusammendrücken, aber nicht beliebig
weit. Zwischen den Teilchen von Körpern wirken offensichtlich anziehende
bzw. abstoßende Kräfte. Die anziehenden Kräfte werden
als Kohäsionskräfte bzw. als Adhäsionskräfte bezeichnet.
Teilchenmodell und Aggregatzustände
Feste Körper, Flüssigkeiten und Gase bestehen zwar alle
aus Teilchen, unterscheiden sich jedoch in ihrem Aufbau, ihrer Form und
ihrem Volumen. Die Unterschiede sind in der Übersicht in Bild 2 zusammengestellt.
Das Teilchenmodell und seine Bedeutung
Wie jedes andere Modell ist auch das Teilchenmodell eine Vereinfachung
der Wirklichkeit. Mit seiner Hilfe kann man das Form- und Volumenverhalten
von Körpern deuten. Es gibt auch eine Reihe weiterer Erscheinungen,
die man mit dem Teilchenmodell deuten kann. Dazu gehören:
Genauere Informationen dazu sind unter den betreffenden
Stichwörtern zu finden.