Tonbandgeräte (Recorder, Diktiergeräte) dienen der Aufnahme und Wiedergabe von akustischen Signalen, die nach Umwandlung in elektrische Signale auf einem Magnetband gespeichert werden. Bei dem Bespielen, der Wiedergabe oder dem Löschen der Bänder nutzt man die elektromagnetische Induktion.
Das Speichermedium von Tonbandgeräten oder Recordern ist ein mit magnetisierbaren Stoffen (Eisen, Chromdioxid) beschichtetes Kunststoffband, das in Kassetten oder auf Bandspulen aufgewickelt wird. Dieses Band wird durch einen kleinen Elektromotor mit konstanter Geschwindigkeit vor einem (oder mehreren) Tonköpfen vorbeigeführt. Dabei wird das Band magnetisiert oder das magnetisierte Band "gelesen".
Im Tonkopf befindet sich ein Elektromagnet.
Bei der Aufnahme fließt
durch diesen Magneten ein Strom, dessen Stärke durch die aufzuzeichnenden
elektrischen Signale bedingt wird und daher ständig schwankt. Dementsprechend
ändert sich die Stärke des durch die Spule im Tonkopf hervorgerufenen
Magnetfeldes. Auf dem Tonband werden die Veränderungen des Magnetfeldes
als unterschiedlich magnetisierte
Abschnitte gespeichert. Tonbänder dürfen deshalb nicht
in die Nähe starker Magnete gebracht werden, da durch diese die Magnetisierung
des Bandes beeinflusst und Informationen zerstört werden können.
Bei der Wiedergabe induzieren
die verschiedenartig magnetisierten Teile des Tonbandes einen zeitlich
veränderlichen Stromfluss in der Spule des Tonkopfes. Dieser Strom
wird verstärkt und durch einen Lautsprecher in akustische Signale
umgewandelt.
Das Magnetband wird durch einen gesonderten Löschkopf
gelöscht. Dabei wird es einem unveränderlichen und relativ starken
Magnetfeld ausgesetzt, sodass es einheitlich magnetisiert wird. Dadurch
gehen die gespeicherten Informationen verloren. Neue Informationen können
gespeichert werden.