

Aufbau und Wirkungsweise
Tongeneratoren werden als Oszillatoren
mit Schwingkreisen oder als RC-Oszillatoren ausgeführt. Bei größerer
Leistung bezeichnet man solche Oszillatoren auch als Generatoren. Daher
stammt die Bezeichnung Tongenerator für Anordnungen, die Töne
im hörbaren Bereich erzeugen.
Bild 2 zeigt den Aufbau einer einfachen Oszillatorschaltung. Sie besteht
im Wesentlichen aus einem Schwingkreis,
der über eine Rückkopplungsschaltung
mit einem Transistor verbunden ist. Diese auf den deutschen Physiker und
Techniker ALEXANDER MEISSNER (1883-1958) zurückgehende Schaltung
dient der periodischen Energiezufuhr zum Schwingkreis und gewährleistet
die Erzeugung ungedämpfter elektromagnetischer Schwingungen.
Die Eigenfrequenz des Schwingkreises ist von der Kapazität C des Kondensators und der Induktivität L der Spule im Schwingkreis abhängig. Für die Frequenz f gilt die thomsonsche Schwingungsgleichung:

Demzufolge kann man die Frequenz der entstehenden elektromagnetischen
Schwingungen durch Veränderung der Kapazität des Kondensators
und der Induktivität der Spule ändern. Das kann man realisieren
durch Verwendung von Drehkondensatoren (veränderbare Kapazität)
oder durch Verändern der Induktivität der Spule (Veränderung
der Windungszahl, Verschiebung des Eisenkerns).
Die erzeugten elektromagnetischen Schwingungen werden verstärkt,
einem Lautsprecher zugeführt und als Schallwellen abgestrahlt.
Zur Erzeugung bestimmter Frequenzen nutzt man RC-Oszillatoren. Anstelle des Schwingkreises treten dort Widerstände (R) und Kondensatoren (C), so wie es in Bild 3 dargestellt ist. Die Frequenzabgängigkeit des Widerstandes dieser Bauelemente hat zur Folge, dass nur bei einer bestimmten Frequenz die Energiezufuhr in der richtigen Phase erfolgt. Genau mit dieser Frequenz schwingt der RC-Oszillator.
Anwendungen
Angewendet werden Tongeneratoren vor allem in der Messtechnik (z.B. Prüfung
von Verstärkern und Lautsprechern) und als Grundelemente elektronischer
Musikinstrumente (z.B.
elektronische Orgeln, Synthesizer).
Genutzt werden können sie auch, um den Hörbereich
(Hörvermögen) von Personen zu überprüfen, also um
eine Hörprüfung durchzuführen.