
Transformatoren werden verwendet, um elektrische Energie eines Wechselstromes von einem Primärstromkreis auf einen Sekundärstromkreis zu übertragen. Bei dieser Übertragung kann man die Werte für die Spannungen und Stromstärken verändern. Das Funktionsprinzip von Transformatoren beruht auf der elektromagnetischen Induktion.
Physikalische Grundlagen
In einer Spule wird eine Spannung induziert, wenn das sie durchsetzende
Magnetfeld seine Stärke ändert. Wird das veränderliche
Magnetfeld durch eine von Wechselstrom
durchflossene Spule erzeugt, dann stellt die Anordnung von zwei benachbarten
Spulen eine einfache Möglichkeit dar, elektrische Energie von einem
Stromkreis auf einen anderen zu übertragen. Damit die Übertragung
möglichst verlustfrei erfolgt, müssen sich beide Spulen dicht
beieinander befinden. Die magnetische
Kopplung wird erhöht, wenn die Spulen gemeinsam auf einem
ringförmigen Eisenkern gewickelt sind. Um zu vermeiden, dass sich
größere Mengen elektrischer Energie bei der Übertragung
in Wärme umwandeln, verwendet man meist Eisenkerne, die aus genieteten
Metallplättchen bestehen. Dadurch wird die Ausbildung von Wirbelströmen
unterdrückt. Dennoch müssen größere Transformatoren
mitunter durch Luft, Wasser oder Öl gekühlt werden. Die von
den Spulen ausgehenden Kraftwirkungen können auch einen Verlust durch
mechanischer Energieabgabe bewirken. Das Brummen, das man gelegentlich
an Transformatorenhäuschen hören kann, stammt letztlich aus
elektrischer Energie, die im Takt des Wechselstromes in mechanische Schwingungsenergie
der Transformatorenbauteile umgewandelt wird.
Obgleich immer Verluste in einem Transformator auftreten, nimmt man für
vereinfachende Untersuchungen an, dass diese Verluste unter Idealbedingungen
zu vernachlässigen sind. Einen verlustfreien Transformator bezeichnet
man als idealen Transformator. Reale
Transformatoren kommen dem Ziel der vollständigen Energieübertragung
schon sehr nahe. Ihr Wirkungsgrad beträgt
fast 99% und kann zukünftig durch den Einsatz von gekühlten
Stromleitern ohne elektrischen Widerstand, so genannten Supraleitern,
wahrscheinlich noch weiter verbessert werden.
Schließt man den Sekundärstromkreis
kurz, dann fließen sowohl im Primär- als auch im Sekundärstromkreis
sehr hohe Stromstärken. Ein Transformator kann gegebenenfalls durch
die damit verbundene thermische Belastung zerstört werden.
Insgesamt beeinflussen sich Primär- und Sekundärseite eines Transformators
durch gegenseitige Wechselwirkung.
Die Transformatorgesetze
Die Übertragung der Spannungen und Stromstärken im Transformator
stehen in einem engen Zusammenhang mit den Windungszahlen der Transformatorenspulen.
Bezeichnen
,
und
die Spannung, Stromstärke und Windungszahl der Primärspule und
,
und
die entsprechenden
Größen bei der Sekundärspule, dann gelten für einen
idealen Transformator folgende Gesetze:
Gesetze
der Spannungsübersetzung:
Gesetze
der Stromstärkenübersetzung: 
Für einen idealen Transformator, also einen Transformator, bei dem keine Energieverluste auftreten, ist die aufgenommene Leistung genauso groß wie die abgegebene Leistung. Es gilt:
