

Im Unterschied dazu gibt es auch ungerichtete
oder skalare Größen
wie z. B. den Druck oder die Masse.
Gerichtete oder vektorielle Größen werden mit einem Pfeil
über dem Formelzeichen gekennzeichnet. Beispiele:
| Kraft | ![]() |
| Geschwindigkeit | ![]() |
| Beschleunigung | ![]() |
In Skizzen werden sie als Pfeile dargestellt (Bild 2).
Bei der Addition oder Subtraktion
vektorieller Größen ist ihre Richtung zu beachten. Haben zwei
vektorielle Größen die gleiche Richtung, so hat auch die resultierende
Größe diese Richtung. Die Beträge addieren sich (Bild
3). Haben die beiden Größen die entgegengesetzte Richtung,
so subtrahieren sich die Beträge voneinander. Die Richtung der resultierenden
Größe hängt davon ab, welche der beiden Größen
den größeren Betrag hat.
Sollen dagegen vektorielle Größen addiert werden, die unterschiedliche
Richtungen haben, so muss man die Richtungen jeder einzelnen Größe
beachten. Die resultierende vektorielle
Größe kann man durch geometrische Addition in einer Zeichnung
ermitteln.
Fertigt man eine maßstäbliche Zeichnung an, so kann man aus
dieser Zeichnung neben der Richtung auch den Betrag der resultierenden
Größe ermitteln. Dieses Verfahren nennt man auch Superpositionsprinzip
vektorieller Größen.
Den Betrag der resultierenden vektoriellen Größe kann man auch
rechnerisch ermitteln. Ein Beispiel ist unter dem Stichwort "Kräftezusammensetzung"
zu finden.
Für eine Reihe von Anwendungen genügt es, mit den Beträgen der vektoriellen Größen zu rechnen. Das ist vor allem dann möglich und sinnvoll, wenn man nur mit einer vektoriellen Größe arbeitet oder wenn die Größen gleiche oder entgegengesetzte Richtung haben. Für den Betrag einer Größe schreibt man das Formelzeichen ohne den Pfeil darüber oder man setzt das Formelzeichen mit Pfeil in Betragsstriche:
bedeutet: Die Kraft hat einen Betrag von 12 Newton.
F = 12 N
bedeutet ebenfalls: Die Kraft hat einen Betrag von 12 Newton.