


Bei einer bestimmten
Temperatur nimmt eine Flüssigkeit ein bestimmtes Volumen ein. Unter
der Bedingung, dass sich eine Flüssigkeit ausdehnen kann, gilt:
Wenn sich die Temperatur der Flüssigkeit
ändert, so ändert sich im Allgemeinen auch ihr Volumen.
Diese Volumenänderung
ist abhängig
Berechnung der Volumenänderung
Unter der Bedingung, dass sich eine Flüssigkeit frei ausdehnen kann,
kann die Berechnung der Volumenänderung
folgendermaßen erfolgen:

Der Volumenausdehnungskoeffizient ist für verschiedene Stoffe unterschiedlich. So beträgt z. B. der Volumenausdehnungskoeffizient für Benzin 0,001 1/K. Bei einer Temperaturänderung von 1 Kelvin ändert sich das Ausgangsvolumen von Benzin um den Faktor 0,001. Das erscheint wenig. Beträgt aber z. B. die Temperaturänderung 20 K und die Tankfüllung eines PKW 50 l, so erhält man als Volumenänderung:

Wäre der Tank randvoll gefüllt, würden 1 Liter Benzin
auslaufen und die Umwelt verschmutzen.
In Bild 2 sind die Volumenausdehnungskoeffizienten
für eine Reihe von Flüssigkeiten angegeben. Dabei ist zu beachten,
dass diese Stoffkonstante temperaturabhängig
ist.
Die Nutzung der Volumenänderung
von Flüssigkeiten erfolgt in unterschiedlicher Weise.
Bei einem Flüssigkeitsthermometer
ändert sich aufgrund der Volumenänderung mit der Temperatur
die Höhe der Flüssigkeitssäule. Zwar dehnt sich auch das
Glasgefäß des Thermometers bei Temperaturerhöhung aus,
aber diese Ausdehnung ist wesentlich geringer als die der Thermometerflüssigkeit.
Genauere Hinweise zum Aufbau und zur Wirkungsweise von Thermometern sind
unter dem Stichwort "Thermometer"
zu finden.
Bei Thermostaten zur Regelung
der Raumtemperatur wird ebenfalls die Volumenausdehnung von Flüssigkeiten
genutzt. Bei Temperaturerhöhung im Raum dehnt sich die Flüssigkeit
im Thermostaten aus. Das Ventil wird stärker geschlossen. Bei Verringerung
der Temperatur geschieht der umgekehrte Vorgang. Genauere Hinweise zum
Aufbau und zur Wirkungsweise von Thermostaten sind unter dem Stichwort
"Thermostat" zu finden.