



Energieumwandlungen bei Wärmequellen
Welche Energieumwandlungen sich bei
einer Wärmequelle vollziehen, hängt von der jeweiligen Wärmequelle
ab.
Wenn von einer Wärmequelle Energie in Form von Wärme abgegeben
wird, dann verringert sich nach dem Energieerhaltungssatz
die Energie der Wärmequelle. Das ist z. B. der Fall, wenn sich das
Wasser eines Sees im Herbst allmählich abkühlt. Wärme wird
vom Wasser an die umgebende Luft abgegeben. Die thermische Energie des
Wassers verringert sich, seine Temperatur ebenfalls. Dieser Vorgang geht
solange vor sich, bis sich die Temperaturen zwischen Wasser und Umgebung
ausgeglichen haben.
Soll eine Wärmequelle kontinuierlich Wärme abgeben, wie das
z. B. bei einem Heizkörper oder bei einer Heizplatte der Fall ist,
so muss die abgegebene Energie ständig ersetzt werden, der Wärmequelle
also ständig Energie zugeführt werden (Bild 3).
So wird z. B. der Heizspirale bei einem Elektroherd ständig elektrische
Energie zugeführt; sie gibt dann kontinuierlich Wärme ab.
Bei einem Gasherd oder einem Gasboiler wird ständig Erdgas zugeführt
und verbrannt. Die entstehende thermische Energie wird in Form von Wärme
abgegeben.
Beispiele für Wärmequellen
Bild 4 zeigt einige Beispiele für Wärmequellen.
Bei einem Gasherd, einer Ölheizung bzw. einem Kachelofen werden Gas,
Öl bzw. Kohle verbrannt. Gas, Öl bzw. Kohle besitzen chemische
Energie. Diese wird beim Verbrennen in thermische Energie umgewandelt,
die in Form von Wärme abgegeben wird.
Bei einem Heizlüfter, einem Föhn oder einem Tauchsieder wird
elektrische Energie zugeführt. Diese elektrische Energie wird zum
größten Teil in thermische Energie umgewandelt, die wiederum
in Form von Wärme an die Umgebung abgegeben wird.
Auch Lebewesen, z. B. der Mensch und Tiere, sind Wärmequellen, da
sie Wärme an ihre Umgebung abgeben. Bei ihnen wird die Energie in
Form von Nahrung (chemische Energie) zugeführt. Im Körper kommt
es zu Energie- und Stoffumwandlungen. Ein Teil der Energie wird zur Aufrechterhaltung
der Lebensprozesse benötigt. Energie ist auch für die Fortbewegung
erforderlich. Ein anderer Teil der Energie wird in Form von Wärme
an die Umgebung abgegeben. Beim Menschen sind das im Durchschnitt etwa
130 kJ in jeder Stunde, also etwa 3 000 kJ am Tag. Das ist etwa ein Viertel
der Energie, die mit der Nahrung an einem Tag aufgenommen wird.
Die Sonne - unsere wichtigste Wärmequelle
Die wichtigste Wärmequelle für uns ist die Sonne.
Licht und Wärme von der Sonne ermöglichen die Entstehung und
Entwicklung von Leben auf der Erde. Auch die Entstehung solcher Energieträger
wie Kohle und Erdöl ist letztendlich auf die Sonnenenergie zurückzuführen,
die die Erde erreicht.
Quelle der Sonnenenergie ist die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium (Kernfusion) im Inneren der Sonne. Dabei wird Energie frei, die von der Sonnenoberfläche aus in den Weltraum abgestrahlt wird. In jeder Sekunde verschmelzen im Sonneninneren 567 Millionen Tonnen Wasserstoff zu 562,8 Millionen Tonnen Helium. Die Sonne wird damit in jeder Sekunde um 4,2 Millionen Tonnen leichter. Diesem Massendefekt entspricht nach der von ALBERT EINSTEIN (1879-1955) entdeckten Beziehung zwischen Masse und Energie

eine Energie von:

Etwa 38 % dieser Energie strahlt die Sonne als Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) ab. Auf die Erde trifft ein Teil dieser Strahlung. Es ist in jeder Sekunde eine Wärmestrahlung von etwa

Der Wirkungsgrad von Wärmequellen
Allgemein gibt der Wirkungsgrad an, welcher Anteil der aufzuwendenden
Energie in nutzbringende Energie umgewandelt wird. Für Wärmequellen
gilt:
Der Wirkungsgrad
einer Wärmequelle gibt an, welcher Anteil der ihr zugeführten
Energie in Form von Wärme abgegeben wird.
Der Wirkungsgrad von Wärmequellen kann mit folgender Gleichung berechnet
werden:

Ein Wirkungsgrad von 0,7 oder 70 % bedeutet dann: 70 % der insgesamt der Wärmequelle zugeführten Energie wird in Form von Wärme abgegeben.