

Aufbau einer Warmwasserheizung
Eine zentrale Warmwasserheizung (Bild 2), manchmal auch als Dampfheizung
oder Zentralheizung bezeichnet, dient der Versorgung aller Zimmer eines
Hauses mit Wärme von einer Stelle aus. Die wesentlichen Teile einer
solchen Heizungsanlage sind der Heizkessel,
der sich meist im Keller befindet, die Rohrleitungen,
die Heizkörper und meist auch eine Pumpe.
In der Heizungsanlage befindet sich Wasser. Außerdem hat die Heizungsanlage
ein Ausgleichsgefäß
(Ausdehnungsgefäß), damit die Volumenänderung des Wassers
bei Temperaturänderung nicht zu Schäden am Rohrleitungssystem
und an den Heizkörpern führt.
Wirkungsweise einer Warmwasserheizung
Im Heizkessel (Bild 2) wird durch Verbrennung von Gas, Öl oder Kohle
das Wasser von Zimmertemperatur auf eine Temperatur von ca. 80 °C
erwärmt. Mithilfe einer Pumpe wird das Wasser in der Heizungsanlage
in Bewegung gesetzt. Dabei wird die Wärme aus dem Heizkessel durch
Wärmeströmung
des Wassers in die Heizkörper übertragen. Wasser ist aus zwei
Gründen besonders gut als Stoff für die Wärmeübertragung
geeignet:
In den Heizkörpern wird die Wärme des Wassers durch Wärmeleitung der Metallwände der Heizkörper auf deren Oberfläche übertragen. Von dort wird die Wärme durch Wärmestrahlung an die Umgebung abgegeben. Vor allem die Luft in der Nähe des Heizkörpers wird erwärmt. Warme Luft steigt über dem Heizkörper nach oben. Es entsteht dadurch eine Wärmeströmung der Luft im Zimmer. Diese sorgt neben der Wärmestrahlung für eine Verteilung der Wärme im Zimmer.
Durch die Abgabe von Wärme von den Heizkörpern in den Raum
kühlt sich das Wasser in den Heizkörpern ab. Das kühlere
Wasser strömt durch die Rohrleitungen zurück zum Heizkessel,
in dem es erneut erwärmt wird. Der Kreislauf beginnt von Neuem.