
Der menschliche
Körper leitet den elektrischen Strom. Verantwortlich für seine
Leitfähigkeit sind
die Körperflüssigkeiten. Im Unterschied zu Metallen erfolgt die
Leitung des elektrischen Stromes durch Ionen. Solche Leiter bezeichnet man
im Unterschied zu Metallen (Leiter 1. Ordnung) als Leiter
2. Ordnung.
Sehr kleine Ströme im Bereich von
Mikroampere bis zu einem Milliampere sind unschädlich und werden z.
B. in der Medizin genutzt (z. B. Reizstromdiagnostik und -therapie).
Größere elektrische Ströme,
die durch den Körper fließen, können den Menschen verletzen
oder sogar töten.
Die Wirkung von elektrischem Strom auf den
Menschen hängt ab
Die wichtigsten Stromwege durch den menschlichen Körper sind in Bild 2 dargestellt. Besonders gefährlich sind Gleichströme und Wechselströme, die über den Bereich des Herzens (also z. B. von Hand zu Hand) fließen. Sie können die Herztätigkeit beeinflussen, zum Herzstillstand und damit zum Tod führen. Größere Ströme können auch zu Verbrennungen führen.
Untersuchungen haben ergeben, dass der Körperwiderstand
des Menschen bei den in Bild 2 dargestellten Stromwegen im Durchschnitt
etwa 1500 Ohm beträgt. Dazu kommt ein Übergangswiderstand
von etwa 1000 Ohm zwischen Haut und der Spannungsquelle, mit der man in
Berührung kommt. Somit beträgt im Durchschnitt der Gesamtwiderstand
etwa 2500 Ohm.
Beträgt die Spannung 25 V, so erhält man einen Strom von

Ein solcher Strom von 10 mA ist noch nicht lebensgefährlich, man spürt aber in der Regel schon deutlich seine Wirkungen.
Untersuchungen an Versuchspersonen mit Wechselstrom von 50 Hz ergaben für den Stromweg Hand-Hand folgende typischen Wirkungen von elektrischen Strömen:
| 2 mA | Strom in den Handflächen gerade wahrnehmbar |
| 3 mA | leichtes Kribbeln an den Handflächen, als wenn die Hände eingeschlafen wären |
| 4,5 mA | leichtes Vibrieren der Hände, Druck in den Handgelenken |
| 8 mA | Hände werden steif und verkrampfen |
| 15 mA | allgemeiner Krampf der Armmuskulatur bis
zu den Achseln reichend, Loslassen gerade noch möglich |
| 16,5 mA | völliges Verkrampfen der Hände und Arme, Loslassen nicht mehr möglich, Auftreten von heftigen Schmerzen. |
| über 40 mA | und Einwirkungszeiten von
mehr als 2 Sekunden: Herzkammerflimmern, mit zunehmender Durchströmungsdauer Tod wahrscheinlich. |