


Addition von Geschwindigkeiten in
der relativistischen Physik
Wir betrachten nun ein analoges Beispiel, die Bewegung eines Massepunktes
bei hohen Geschwindigkeiten: Ein Bezugssystem S' bewegt sich mit der Geschwindigkeit
v gegenüber einem Bezugssystem S in positiver x-Richtung (Bild 2).
Der Massepunkt bewegt sich bezüglich des Systems S' mit der Geschwindigkeit
u' in der gleichen Richtung.
Mithilfe der LORENTZ-Transformation
kann man eine Gleichung für die Geschwindigkeit des Massepunktes
bezüglich des Systems S aus den Orts- und Zeitkoordinaten herleiten.
Es gilt:
Setzt man die rechten Seiten der Gleichungen (2) und (3) in die Gleichung
(1) ein, so erhält man:

Das bedeutet: Aus relativistischer Sicht addieren sich die Geschwindigkeiten
nicht einfach, sondern es gilt für die relativistische Addition von
Geschwindigkeiten die Gleichung:
Betrachtung von Spezialfällen
Betragen die beiden Geschwindigkeiten u' und v jeweils c, dann erhält
man:

Das steht in Übereinstimmung mit dem Postulat, dass die Vakuumlichtgeschwindigkeit
die größtmögliche Geschwindigkeit
ist.
Sind die Geschwindigkeiten u' und v klein gegenüber der Lichtgeschwindigkeit,
dann geht der im Nenner stehende Term

gegen null. Die Gleichung geht damit in die für die Addition von
Geschwindigkeiten in der klassischen Physik über. Bei den im Alltag
üblichen Geschwindigkeiten kann man die Gleichung der klassischen
Physik nutzen.
Beispiel: u'
und v mögen jeweils einen Betrag von 1000
km/h haben. Dann hat der genannte Term einen Wert von etwa 0,000.000.3.