

Die größte Wurfweite wird bei der ungestörten Bewegung eines Körpers und einem Abwurfwinkel von 45° erreicht. Reine Wurfparabeln treten nur bei Bewegungen im Vakuum auf. Die Bahnkurve ergibt sich aus den beiden Teilbewegungen (Bild 2). Die Gleichung für die Wurfparabel lautet:

Wenn man z. B. die Bahn eines Fußballs, eines
Speers oder eines Geschosses verfolgt, dann stellt man fest, dass die
Bahnen dieser Körper in der Regel erheblich von der Wurfparabel abweichen.
Man nennt eine solche Bahn eine ballistische
Kurve (Bild 3). Die Lehre von den Flugbahnen von Körpern (Geschossen)
wird als Ballistik bezeichnet. Ursache
für das Entstehen solcher ballistischer Kurven ist das Wirken des
Luftwiderstandes,
der entgegen der Bewegungsrichtung des Körpers wirkt und damit die
Bewegung behindert. Bei Geschossen und auch bei vielen Würfen im
Sport (Speerwerfen, Bewegung von Fußbällen und Golfbällen)
sind die Bahnkurven ballistische Kurven, weil die Bewegung der Körper
erheblich durch den Luftwiderstand beeinflusst wird. Die Wurfweite ist
in allen diesen Fällen wesentlich geringer als die Wurfweiten, die
man mithilfe der Gesetze des schrägen Wurfes berechnen würde.