Beobachten ist
meist eine Erkenntnistätigkeit. Beim
Beobachten werden gezielt Erscheinungen in der Natur mit Sinnesorganen
wahrgenommen, um deren Eigenschaften, Merkmale, räumliche Beziehungen
oder zeitlichen Abfolgen sowie Veränderungen in den Erscheinungen zu
erkennen. In der Regel beschränkt man sich dabei auf äußerlich
Wahrnehmbares. Zum Teil werden auch technische Geräte (z. B. Fernrohre,
Mikroskope, Lupen) als Hilfsmittel für
die Beobachtung genutzt.
Das Beobachten ist in der Regel mit dem Beschreiben
des Beobachteten verbunden.
Beispiele
Beobachte den Ablauf einer partiellen Sonnenfinsternis!
Eine solche Beobachtung ist in der Natur relativ selten zu machen. Bild
1 zeigt eine Fotomontage einer solchen Sonnenfinsternis
in zeitlicher Abfolge. Die Beschreibung der Beobachtung könnte etwa
folgendermaßen erfolgen:
Bei einer solchen partiellen Sonnenfinsternis fällt der Schatten des Mondes auf die Erde. Der Mond befindet sich dabei zwischen Sonne und Erde, verdeckt somit einen Teil der Sonne. Je nach der Stellung von Beobachter, Mond und Sonne zueinander sieht man nur einen Teil der Sonne. Wegen der Bewegung des Mondes bei gleichzeitiger Rotation der Erde ändert sich die Form des sichtbaren Teils der Sonne ständig.
Beobachte, was passiert, wenn man einen Bimetallstreifen erwärmt!
Die Beschreibung der Beobachtung könnte lauten:
Wenn ein Bimetallstreifen erwärmt wird, so biegt er sich nach einer
Seite. Bei Abkühlung nimmt er wieder die alte Form an.