



Die Erde ist einer
der neun großen Planeten
in unserem Sonnensystem und steht der Sonne relativ nahe. Sie ist der einzige
Himmelskörper, auf dem sich höhere Formen des Lebens entwickeln
konnten. Als Planet und Himmelskörper im Sonnensystem kann die Erde
mit zum Forschungsgegenstand der Astronomie gezählt werden, insbesondere
was ihre Bewegungen und ihre Daten betrifft. Häufig dient sie auch
als Vergleichobjekt.
Die Wissenschaft, die sich aber vorrangig mit der Erde und ihrer Erforschung
beschäftigt, ist die Geografie.
Es sind deshalb nachfolgend nur einige ausgewählte Daten und Fakten
genannt. Die Erde ist - vom Weltraum aus betrachtet - ein blauer
Planet (Bild 1). Diese blaue Farbe wird durch die Wassermassen der Ozeane
hervorgerufen, die die Erde zu etwa 70% bedecken. Beim Blick aus dem Weltraum
fallen einige weitere Besonderheiten auf:
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Bahndaten der Erde
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| mittlerer Abstand von der Sonne | siderische Umlaufzeit | mittlere Bahngeschwindigkeit | Bahnneigung gegenüber der Ekliptik |
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1 AE
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1,00 a
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29,8 km/s
|
0,0
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Wichtige Planetendaten |
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| Äquatorradius | Masse |
mittlere Dichte |
siderische Rotationsdauer |
|
6 378 km |
![]() |
![]() |
23 h 56 min 4 s
|
Die Form der Erde
Aus größerer Entfernung wirkt die Erde kugelförmig. Geodätische
Untersuchungen ergaben aber bereits um 1800, dass die Erde aufgrund ihrer
Rotation um die Erdachse an den Polen abgeplattet ist und eine Äquatorwulst
besitzt. Somit ist der Äquatorradius mit 6378 km auch größer
als der Polradius mit 6356 km. Für den mittleren Radius wurde ein
Wert von 6371 km ermittelt. Die Erde besitzt die Gestalt eines speziellen
Rotationskörpers, der als Geoid
bezeichnet wird (Bild 2).
Die Gezeiten
Eine typische Erscheinung, die auf der Erdoberfläche auftritt, sind
die Gezeiten, also der etwa sechstündige ständige Wechsel von
Ebbe und Flut bei den Weltmeeren. Die Ursachen für die Gezeiten sind:
Die Erde im Modell
Um sich eine angemessene Vorstellung von einem Himmelskörper wie
der Erde machen zu können, ist es manchmal zweckmäßig,
mit Modellvorstellungen zu arbeiten. Eine solche Modellvorstellung ist
die, sich die Erde als eine Kugel von gut überschaubaren und vorstellbaren
Ausmaßen zu denken. Wenn die Erde eine Kugel von 1 m Durchmesser
wäre, dann
Innerer Aufbau der Erde
Wie viele andere Himmelskörper besitzt die Erde einen schalenförmigen
Aufbau (Bild 3). Die drei Hauptschalen der Erde sind die Erdkruste, der
Erdmantel und der Erdkern.
Die Erdkruste besteht aus Gesteinsmassen,
deren Dicke zwischen 10 km und 70 km schwankt. Daran schließt sich
bis in eine Tiefe von 2.900 km der Erdmantel an. Abgesehen von einer teilweise
flüssigen Schicht unterhalb der Kruste besteht der Erdmantel aus
plastischem Material. Die leichten Krustengesteine schwimmen auf dem dichteren
Mantelgestein. Die oberste Schicht des Erdmantels bildet die heiße,
fließfähige Astenosphäre.
In ihr existieren großräumige Strömungsgebiete in Form
von Konvektionszellen.
Deren Bewegung ist der Motor der Verschiebung der Kontinentalplatten
und letztlich daher auch der für die Entstehung von Tiefseegräben
und von Faltengebirgen.
Der Erdkern erstreckt sich über
den halben Erdradius. Er besitzt eine relativ hohe Dichte. Deshalb geht
man davon aus, dass Eisen der Hauptbestandteil dieses Kerns ist. Die Temperatur
im Erdkern beträgt vermutlich 6.500 °C bis 6.600 °C. Unter
Normalbedingungen wäre Eisen bei diesen Temperaturen längst
geschmolzen. Durch den extrem hohen Druck im Erdinneren wird jedoch der
Wechsel des Aggregatzustandes verhindert. Man geht davon aus, dass der
Erdkern aus einer festen Zone um den Erdmittelpunkt herum besteht und
sich in Richtung Erdoberfläche ein flüssiges Gebiet anschließt.
Magnetfeld der Erde
Von allen erdähnlichen Planeten besitzt die Erde das stärkste
Magnetfeld.
In der Nähe der Erdoberfläche ist es von der Form her mit dem
Magnetfeld eines Stabmagneten vergleichbar (Bild 4a). Wie man inzwischen
weiß, wird es aber durch die Teilchenstrahlung der Sonne, den Sonnenwind,
erheblich verformt (Bild 4b). Das Magnetfeld der Erde entsteht durch
innere Strömungsvorgänge, die einen Dynamoeffekt hervorrufen.
Die Atmosphäre der Erde
Die Erdatmosphäre
(Bild 5) hat sich im Laufe der Milliarden Jahre dauernden Evolution herausgebildet
und hat seit vermutlich einigen zehntausend Jahren eine weitgehend konstante
Zusammensetzung.
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Zusammensetzung der Erdatmosphäre (Volumenanteil)
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||||
| Bestandteil | Stickstoff ( ) |
Sauerstoff ( ) |
Argon (Ar) |
Kohlenstoff- dioxid ( ) |
| relativer Anteil in Prozent |
78,1
|
20,9
|
0,9
|
0,04
|
Andere Gase wie Argon, Kohlenstoffmonooxid, Neon, Helium, Methan oder Ozon tragen zur Gesamtzusammensetzung der Luft zwar nur wenig bei, besitzen aber teilweise als Treibhausgase oder als Gase, die kurzwelliges UV-Licht absorbieren (Ozon), eine entscheidende Bedeutung für den Wärmehaushalt der Erde und für den Schutz des Lebens auf der Erdoberfläche.
Das natürliche Gleichgewicht
- Grundlage für das Leben
Die Entwicklung des Lebens
auf der Erde war und ist an bestimmte Bedingungen geknüpft, die in
dieser Weise in unserem Sonnensystem nur auf der Erde existieren. Zu diesen
Bedingungen gehören: