









Die Ausbreitungsgeschwindigkeit mechanischer Wellen kann in weiten Grenzen variieren und hängt von den jeweiligen Bedingungen ab. Einige Werte sind in der nachfolgenden Übersicht angegeben.
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Ausbreitungsgeschwindigkeit
mechanischer Wellen
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Reflexion mechanischer
Wellen
Treffen mechanische Wellen auf ein Hindernis, so werden sie reflektiert.
Das kann man z. B. beobachten, wenn Schallwellen auf eine Fläche
oder Wasserwellen schräg auf eine Mauer treffen (Bild 3). Erklärt
werden kann die Reflexion mit dem huygenssches Prinzip (Bild 3). Für
die Reflexion mechanischer Wellen
gilt das Reflexionsgesetz:
Einfallswinkel und Reflexionswinkel
sind gleich groß:
Die Reflexion von mechanischen Wellen spielt insbesondere
beim Schall eine Rolle. Ein Echo
oder Nachhall kommt durch Reflexion zustande. Schall kleiner Wellenlänge
(Ultraschall) wird genutzt, um Fischschwärme zu orten, die Meerestiefe
zu messen (Echolot)
oder um Ultraschalluntersuchungen durchzuführen. Auch die
Orientierung von Fledermäusen erfolgt so, dass von ihnen Ultraschallwellen
abgegeben werden, diese an Hindernissen reflektiert und von den Fledermäusen
wieder aufgenommen werden. Die Fledermäuse sind dadurch in der Lage,
Hindernisse und Beutetiere zu erfassen.
Brechung mechanischer
Wellen
Gehen mechanische Wellen von einem Stoff in einen anderen Stoff über,
so verändern sie im Allgemeinen ihre Ausbreitungsrichtung. Sie werden
gebrochen (Bild 4). Erklärt werden kann die Brechung mit dem huygensschen
Prinzip (Bild 4). In welcher Richtung die Brechung
erfolgt und wie stark sie ist, hängt vom Einfallswinkel sowie von
den Ausbreitungsgeschwindigkeiten in den beiden Stoffen ab. Es gilt das
Brechungsgesetz:

Dieses Brechungsgesetz kann folgendermaßen abgeleitet
werden (Bild 5):
Für den Einfallswinkel im Dreieck ABC gilt:
Für den Brechungswinkel im Dreieck ACD gilt:

Bildet man das Verhältnis der beiden Sinusse, dann ergibt sich:

Das Verhältnis der Geschwindigkeiten wird auch
als Brechzahl bezeichnet. In der Mechanik
arbeitet man im Unterschied zur Optik aber zumeist mit den Geschwindigkeiten.
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Interferenz mechanischer Wellen
Treffen zwei oder mehrere Wellen an einem Ort zusammen, so überlagern
sich diese Wellen. Es tritt Interferenz
auf (Bild 7). Interferenz ist wie Beugung eine wellentypische Erscheinung.
Besteht zwischen den sich überlagernden Wellen eine feste Phasendifferenz,
dann kann man ein stabiles Interferenzmuster
mit Bereichen der Verstärkung bzw. der Abschwächung oder Auslöschung
beobachten. Entscheidend dafür, ob an einem Ort Verstärkung
oder Abschwächung auftritt, ist der Gangunterschied zwischen den
Wellen am betreffenden Ort. Beträgt der Gangunterschied

dann tritt Verstärkung auf. Bei einem Gangunterschied von
oder
einem Vielfachen davon tritt Auslöschung auf, wenn die Amplituden
beider Wellen gleich groß sind. Haben sie unterschiedliche Werte,
dann ist Abschwächung zu beobachten.
Polarisation mechanischer Wellen
Liegen Transversalwellen vor, so kann die Schwingungsrichtung unterschiedlich
sein. Wird eine bestimmte Schwingungsrichtung herausgefiltert, so schwingen
die Oszillatoren nur noch einer bestimmten Richtung hin und her (Bild
8). Diese Erscheinung bezeichnet man als Polarisation,
die betreffende Welle als linear polarisiert. Bei Seilwellen kann
man eine solche Polarisation erreichen, wenn man das Seil durch einen
Spalt führt, so wie das in Bild 8 dargestellt ist. Hinter dem Spalt
schwingt das Seil nur noch in einer Richtung.
Energie mechanischer Wellen
Durch Wellen wird Energie transportiert. Das erfolgt ohne Stofftransport.
Die Energie einer Welle setzt sich aus der potenziellen und der kinetischen
Energie der Schwinger zusammen, wobei innerhalb der Welle ständig
potenzielle in kinetische Energie umgewandelt wird und umgekehrt.
Die Energie einer Welle ist der Masse des schwingenden Bereiches, dem
Quadrat der Amplitude und dem Quadrat der Frequenz bzw. der Kreisfrequenz
proportional. Sie kann berechnet werden mit den Gleichungen:
Absorption mechanischer Wellen
Gehen Wellen durch Stoffe hindurch, so werden sie in der Regel geschwächt,
wobei die Schwächung vom Stoff selbst und von der Schichtdicke abhängig
ist (Bild 9). Eine solche Schwächung von Wellen beim Durchgang durch
Stoffe wird als Absorption
bezeichnet. Dabei verringert sich die Energie, die von der Welle transportiert
wird. Zugleich wird nach dem Energieerhaltungssatz Energie auf den Stoff
übertragen. Die Stärke der Abschwächung wird durch den
Absorptionsgrad erfasst.
Darunter versteht man den Quotienten aus der in der Zeiteinheit aufgenommenen
Wellenenergie und der auftreffenden Wellenenergie. Er liegt also stets
zwischen 0 und 1.
Durch die Absorption verringert sich die Amplitude der Welle.
Die Absorption mechanischer Wellen spielt vor allem bei Schallwellen eine
wichtige Rolle. Lärmdämpfung und Lärmdämmung erreicht
man z.B. durch Anbringen schallabsorbierender Stoffe. In der Ultraschalldiagnostik
ist das unterschiedliche Absorptionsvermögen von Gewebe, Knochen,
Weichteilen wesentlich für die bildgebenden Verfahren, die dort angewendet
werden. Entsprechendes gilt übrigens auch für Röntgenstrahlung.
Streuung mechanischer Wellen
Hindernisse, die im Vergleich zu Wellenlänge sehr klein sind, werden
zu Zentren von Elementarwellen, die sich von dort nach allen Richtungen
ausbreiten. Dieser Vorgang der Aufsplittung von Wellen wird als Streuung
bezeichnet. Sie bewirkt, das Wellen, die sich in einer bestimmten Richtung
bewegen, abgeschwächt werden.
Dispersion mechanischer Wellen
Unter Dispersion von Wellen
versteht man die Erscheinung, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer
Welle in einem Medium von der Wellenlänge abhängig ist. Das
spielt vor allem in der Optik eine wichtige Rolle.