

Geladene
Teilchen (Elektronen,
Protonen,
Ionen)
können sich in magnetischen Feldern bewegen und werden durch diese
beeinflusst. Ursache dafür ist die LORENTZ-Kraft,
die auf bewegte Ladungsträger in magnetischen Feldern wirkt und die
mit der Gleichung
berechnet
werden kann. Dabei ist Q die Ladung des Teilchens,
v seine Geschwindigkeit
im Magnetfeld und B die magnetische
Flussdichte, durch die die Stärke
des Feldes gekennzeichnet wird.
Je nach der Bewegungsrichtung der Teilchen kann die LORENTZ-Kraft zu unterschiedlichen
Bewegungen führen. Wir betrachten nachfolgend verschiedene Fälle
und setzen dabei voraus, dass die Bewegung reibungsfrei in einem homogenen
magnetischen Feld, also einem Magnetfeld konstanter Stärke erfolgt.
Bewegung geladener
Teilchen senkrecht zu den Feldlinien
Da die Richtung der Feldlinien mit der Richtung der magnetischen Flussdichte
B übereinstimmt, stehen Geschwindigkeit und magnetische Flussdichte
senkrecht aufeinander (Bild 1). Aus der Gleichung für die LORENTZ-Kraft
Die Richtung der Kraft ergibt sich aus der Linke-Hand-Regel bzw. aus der Rechte-Hand-Regel (Bild 1). Da die konstante Kraft stets senkrecht zur Geschwindigkeit und senkrecht zur magnetischen Flussdichte wirkt, ruft sie eine kreisförmige Bewegung hervor. Ist das Magnetfeld hinreichend ausgedehnt, so bewegen sich die geladenen Teilchen auf Kreisbahnen, wobei die Radialkraft die LORENTZ-Kraft ist. Demzufolge kann man auch setzen:

Der Radius der Kreisbahn ist demzufolge bei Elektronen
umso kleiner, die kleiner ihre Geschwindigkeit und je größer
die magnetische Flussdichte sind.
Bewegung geladener
Teilchen parallel zu den Feldlinien
Bewegen sich geladene Teilchen parallel zu den Feldlinien, dann sind Geschwindigkeit
und magnetische Flussdichte parallel zueinander (Bild 2). Der Winkel zwischen
ihnen ist null. Damit ist auch der Term 
In diesem Falle werden also die geladenen Teilchen durch das magnetische
Feld nicht beeinflusst. Sie bewegen sich so, wie sie sich auch ohne Magnetfeld
bewegen würden.