


Eine gleichförmige Drehbewegung liegt vor, wenn ein starrer Körper mit konstanter Winkelgeschwindigkeit rotiert. Beispiele für solche gleichförmigen Drehbewegungen sind ein Riesenrad (Bild 1), ein mit bestimmter Drehzahl rotierendes Schwungrad, der Rotor eines Generators, die Zeiger einer Uhr oder die Erde, die gleichförmig um ihre Achse rotiert. Es gilt also:
Eine gleichförmige Drehbewegung ist die Bewegung eines starren Körpers um eine Drehachse mit konstanter Winkelgeschwindigkeit, mit konstanter Drehzahl oder mit konstanter Umlaufzeit.
Dabei ist zu beachten, dass man bei einem starren Körper von einer Drehbewegung spricht. Ein einzelner Punkt eines solchen starren Körpers führt dagegen eine Kreisbewegung aus.
Gesetze für die gleichförmige
Drehbewegung
Für eine gleichförmige Drehbewegung gelten die analogen Gesetze
wie für die gleichförmige Bewegung bei der Translation:
Die Winkelbeschleunigung
ist null: 
Die Winkelgeschwindigkeit ist gleich der Änderung des Drehwinkels in der Zeiteinheit:

Die Winkelgeschwindigkeit kann man auch mithilfe der Umlaufzeit
T (Zeit für einen vollen Umlauf) oder
durch die Drehzahl n
(Anzahl der Umdrehungen in der Sekunde) ausdrücken. Beide Größen
sind bei einer gleichförmigen Kreisbewegung konstant:
Der Drehwinkel hängt von der Winkelgeschwindigkeit ab. Für ihn gilt:
Diese Zusammenhänge lassen sich auch grafisch darstellen. Die entsprechenden grafischen Darstellungen sind in Bild 3 angegeben. Zum Vergleich sind die entsprechenden Diagramme für die gleichförmige Bewegung bei einer Translation mit dargestellt.
Winkelgeschwindigkeit und Bahngeschwindigkeit
Mit welcher Geschwindigkeit sich einzelne Punkte des rotierenden starren
Körpers längs ihrer (kreisförmigen) Bahn bewegen, hängt
von der Winkelgeschwindigkeit und von seiner Entfernung r
von der Drehachse ab. Für die Bahngeschwindigkeit
v eines Massepunktes gilt:
