



Stabiles Gleichgewicht eines Körpers
ist dadurch gekennzeichnet, dass er wieder in eine stabile Lage gelangt,
wenn man ihn geringfügig aus der Ausgangslage
herausbewegt oder kippt. Bewegt man z. B. eine Kugel aus einer Mulde heraus
(Bild 2) oder kippt man einen Schrank etwas an, dann kehren diese Körper
wieder in die Ausgangslage zurück, wenn man sie sich selbst überlässt.
Aus energetischer Sicht ist das stabile Gleichgewicht eine Lage des Körpers
mit minimaler potenzieller Energie.
Labiles Gleichgewicht liegt vor, wenn
eine geringfügige Lageveränderung des Körpers dazu führt,
dass er sich weiter weg von der Ausgangslage bewegt, wenn er sich selbst
überlassen bleibt. Lässt man z. B. eine auf einem Berg liegende
Kugel (Bild 3) oder einen stehenden Stab los, so bewegen sie sich von
der Ausgangslage weg. Die Körper befindet sich in der Ausgangslage
in einem labilen Gleichgewicht. Aus energetischer Sicht ist das labile
Gleichgewicht eine Lage des Körpers mit maximaler
potenzieller Energie.
Indifferentes Gleichgewicht ist dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Lagen des Körpers gleichberechtigt sind und er seine Lage nicht ändert, wenn er sich an verschiedenen Orten befindet und sich selbst überlassen bleibt. So kann man z. B. einen Ball auf einer ebenen Fläche (Bild 4) an verschiedene Stellen legen. Er behält dann jeweils seine Lage bei. Aus energetischer Sicht ist das indifferente Gleichgewicht eine Lage des Körpers mit unveränderlicher potenzieller Energie.
Die verschiedenen Arten des Gleichgewichts spielen auch bei drehbar gelagerten Körpern eine wichtige Rolle (Bild 5). Ob sich ein drehbar gelagerter Körper im stabilen, indifferenten oder labilen Gleichgewicht befindet, hängt von der Lage des Schwerpunktes bezüglich der Drehachse ab. In Bild 5 sind die drei möglichen Varianten und damit zugleich die drei Arten des Gleichgewichts dargestellt.