
HANS GEIGER gehörte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu Pionieren der sich in dieser Zeit entwickelnden Atom- und Kernphysik. Mit seinen Forschungen leistete er wichtige Beiträge zur Entwicklung dieses neuen Bereiches der Physik.
Leben und Wirken
JOHANNES GEIGER, meist HANS GEIGER genannt, wurde am 30. September 1882
in Neustadt (Weinstraße) als Sohn eines Gymnasiallehrers und späteren
Universitätsprofessors geboren. Nach dem Schulbesuch studierte er
Physik in München und Erlangen und war ab 1907 fünf Jahre lang
Assistent des berühmten ERNEST RUTHERFORD (1871-1937) in Manchester.
Ab 1912 leitete GEIGER das Labor für Radioaktivität der Physikalisch-Technischen
Reichsanstalt in Berlin.
Seit 1925 arbeitete GEIGER als Professor für
Physik und Leiter des Physikalischen Instituts in Kiel, ab 1929 in Tübingen
und ab 1936 an der Technischen Universität in Berlin-Charlottenburg.
Von 1926 bis 1933 gab er zusammen mit KARL SCHEEL das
24-bändige "Handbuch der Physik" heraus. Ab 1937 war er
Herausgeber der "Zeitschrift für Physik".
Während des Zweiten Weltkrieges beschäftigte
sich GEIGER mit kernphysikalischen Untersuchungen, die im Zusammenhang
mit dem deutschen Versuch der Konstruktion einer Atombombe standen.
GEIGER starb am 24. September 1945 in Potsdam.