



Einseitige und zweiseitige Hebel
Je nach der Lage der Kraftarme bezüglich der Drehachse unterscheidet
man zwischen einseitigen und zweiseitigen Hebeln.
einseitige Hebel (Bild 2): Die beiden
Kräfte greifen, von der Drehachse aus gesehen, auf einer Seite an.
Beispiele für solche einseitigen Hebel sind ein Flaschenöffner,
eine Pinzette oder ein Schraubenschlüssel.
zweiseitige Hebel (Bild 3): Die beiden
Kräfte greifen, von der Drehachse aus gesehen, auf unterschiedlichen
Seiten an. Beispiele dafür sind eine Schere, eine Zange oder eine
Balkenwaage. Manche Hebel können als einseitige oder als zweiseitige
Hebel genutzt werden, je nachdem, wo die Drehachse liegt. Das gilt z.
B. für eine Brechstange.
Das Hebelgesetz
Für einseitige und zweiseitige Hebel gelten die gleichen Gesetze.
Befindet sich ein Hebel im Gleichgewicht, so gilt das Hebelgesetz.
Es lautet:
Für alle Hebel im Gleichgewicht gilt unter der Bedingung, dass die Kräfte senkrecht am Hebel angreifen:

Das Hebelgesetz kann auch mit der Größe Drehmoment formuliert werden. Da die Drehmomente eine Drehung in unterschiedlicher Richtung bewirken, spricht man in der Physik vonb links drehenden und von rechts drehenden Drehmomenten. Das Hebelgesetz lautet dann:
Ein Hebel ist im Gleichgewicht, wenn die Summe der links drehenden Drehmomente gleich der Summe der rechts drehenden Drehmomente ist.

Beim Drehmoment ist zu beachten, dass es allgemein als Kreuzprodukt aus Kraftarm und Kraft definiert ist, also gilt:

Mechanische Arbeit an
Hebeln
Für Hebel gilt wie für alle kraftumformende Einrichtungen die
Goldene Regel der Mechanik:
Was man an Kraft spart, muss man an Weg zusetzen. Wird die Reibung vernachlässigt,
dann gilt: Die mechanischen Arbeiten am Hebel sind gleich groß:

In der Praxis wirkt aber ständig Reibung. Deshalb ist die tatsächlich aufzuwendende Arbeit stets größer als die nutzbare Arbeit.
Hebel bei LebewesenAuch jedes Gebiss ist ein Hebel (Bild 6). Die Bewegung der Hebelarme erfolgt durch Muskelkräfte. Der Betrag der nutzbaren Kraft beim Zubeißen hängt von der Muskelkraft und von der Länge der Kraftarme ab.