
Unbestimmtheit
bei makroskopischen Objekten
Die von WERNER HEISENBERG (1901-1976) im Jahr 1927 gefundene Unbestimmtheitsrelation
lautet:

Inhaltlich besagt diese Beziehung, dass Ort und Impuls eines Quantenobjektes,
z.B. eines Elektrons, nicht gleichzeitig genau bestimmbar sind. Das gilt
z.B. auch für Fullerene.
Das sind Kohlenstoffmoleküle mit Fußballstruktur, die aus 50
bis 60 Kohlenstoffatomen bestehen.
Bei makroskopischen Objekten, z.B. einem Ball oder einem Stein, lassen
sich Ort und Impuls mit einer Genauigkeit angeben, die nur von der Genauigkeit
der Messung abhängig ist. Das ist aber kein Widerspruch zu der oben
angegebenen Unbestimmtheitsrelation. Führt man mit der Unbestimmtheitsrelation
Berechnungen für makroskopische Objekte durch, so zeigt sich: Die
Unbestimmtheit tritt auch bei makroskopischen Objekten auf. Sie ist aber
so gering, dass sie weit unterhalb der Grenzen der Messmöglichkeiten
liegt.
Interferenzmuster bei makroskopischen
Objekten
Ähnlich ist der Sachverhalt bei der Interferenz. Bei Licht oder bei
Quantenobjekten erhält man unter bestimmten Bedingung ein Interferenzmuster.
Ein solches Interferenzmuster ist aber nicht beobachtbar, wenn man z.B.
einen Ball durch einen hinreichend breiten Doppelspalt schießt und
die Auftrefforte registriert, auch wenn man das beliebig oft macht. Der
entscheidende Grund dafür ist, dass die DE-BROGLIE-Wellenlänge
von makroskopischen Objekten, die mit der Gleichung
berechnet werden kann, außerordentlich klein ist. Der Abstand der
Interferenzmaxima wäre damit so klein, dass er mit keiner Messapparatur
nachweisbar wäre.
Man kann also formulieren: Die Gesetze
der Quantenphysik gelten für beliebige Objekte. Für makroskopische
Objekte haben sie aber keine praktische Bedeutung, weil die Effekte weit
unter den gegenwärtigen Messmöglichkeiten liegen.