

Das Quantenpotenzial nach BOHM für
den Doppelspalt
Eine Interpretation mit verborgenen Parametern ist die bohmsche Interpretation.
Sie wurde erstmals 1952 von dem amerikanischen Physiker DAVID J. BOHM
(1917-1992) gegeben. BOHM formt die SCHRÖDINGER-Gleichung der Quantentheorie
so um, dass er ein Quantenpotenzial daraus ableiten kann. Dieses ist nichts
anderes als eine kompliziert geformte Rinne für die Quantenobjekte.
In den Vertiefungen halten sich die Objekte nur kurz auf, auf den Hochebenen
länger. Somit werden sie in diesen Bereichen öfter auf den Schirm
auftreten: Dort sind die Maximumstellen.
Die Teilchenbahnen beim Doppelspalt
nach BOHMs Interpretation
In der bohmschen Interpretation haben die Quantenobjekte zu jeder Zeit
einen bestimmten Ort und eine bestimmte Geschwindigkeit. Wenn man sie
gleich verteilt durch einen Doppelspalt eintreten lässt, so bewegen
sich die Bahnen aufgrund der Vertiefungen im Quantenpotenzial wie in der
Abbildung angedeutet. Bereiche mit großer Liniendichte sind Bereiche,
in denen besonders viele Quantenobjekte nachgewiesen werden (Maximumstellen).
Interpretationen mit verborgenen Parametern können also die experimentellen
Ergebnisse der Quantenphysik genauso erklären wie die Standardinterpretation.