

Untersuchungen
im Modellexperiment
Diese Zusammenhänge lassen sich auch in einem Modellexperiment
verdeutlichen, das man mit einem sogenannten Schüttelapparat
durchführen kann (Bild 2). Als Modell für ein Gas nutzt man
kleine, elastische Stahlkugeln, die sich in einem durchsichtigen Gehäuse
befinden. Sie werden durch einen Elektromotor mit Exzenter, der eine Bodenplatte
schnell schwingen lässt, in Bewegungen versetzt und haben dann unterschiedliche
Geschwindigkeiten. Die mittlere Geschwindigkeit der Teilchen kann durch
Veränderung der Drehzahl des Motors variiert werden. Die Teilchen
stoßen oben gegen einen beweglichen Kolben, der mit seiner Gewichtskraft
der Druckkraft des Modellgases entgegenwirkt. Experimentelle Untersuchungen
ergeben:
Quantitative Zusammenhänge
Quantitative Zusammenhänge ergeben sich aus der Grundgleichung
der kinetischen Gastheorie, die folgendermaßen lautet:

Stellt man die beiden Gleichungen nach dem Druck p um, so erhält man:

In Interpretation dieser Gleichungen kann man den
Gasdruck kinetisch-statistisch folgendermaßen deuten:
Der Gasdruck ist umso größer, je größer
- die Teilchenanzahldichte N/V ist. Es gilt
; 
- je größer die mittlere kinetische
Energie der Teilchen ist bzw. je größer die mittlere Geschwindigkeit
(genauer: das mittlere Geschwindigkeitsquadrat) ist. Es gilt