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fotografische Schichten, |
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Zählrohre (Bild 1), |
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Nebelkammern. |
Fotografische Schichten
(Filme, Dosimeterplaketten)
Lichtdicht verpackte Filme werden durch radioaktive Strahlung geschwärzt.
Die Schwärzung ist umso stärker, je intensiver die auftreffende
Strahlung ist. Genutzt wird diese Nachweismöglichkeit bei Dosimeterplaketten
(Bild 2), die Personen tragen müssen, die beruflich mit Strahlung
in Berührung kommen können. Dosimeterplaketten dienen dem Nachweis
radioaktiver Strahlung (Betastrahlung, Gammastrahlung) und Röntgenstrahlung.
Alphastrahlung wird wegen ihrer geringen Reichweite in Luft nicht erfasst.
Solche Dosimeterplaketten müssen von Personen getragen werden, die
beruflich Strahlung ausgesetzt sein können. Das sind in Deutschland
ca. 350.000 Personen.
Aufbau und Wirkungsweise: Den Aufbau einer Dosimeterplakette, auch Filmdosimeter oder Dosimeter genannt, zeigt Bild 2. In einer Kunststoffkassette befindet sich ein lichtdicht eingepackter Film. Er wird als Dosismessfilm oder Messfilm bezeichnet, weil seine Schwärzung ein Maß für die aufgetroffene Strahlung ist. Im Kassettenboden gibt es mehrere Fenster mit Filtern aus Kupfer und Blei mit genormten Schichtdicken:
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Kupfer:
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0,05 mm |
| 0,3 mm | |
| 1,2 mm |
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Blei: |
0,8 mm |
Darüber hinaus gibt es ein Fenster ohne jegliches
Filter.
Trifft radioaktive Strahlung oder Röntgenstrahlung auf die Dosimeterplakette,
so wird der Messfilm geschwärzt. Durch die verschiedenen Filter gelangt
unterschiedlich viel Strahlung zum Film und bewirkt eine unterschiedliche
Schwärzung der betreffenden Stellen. Damit kann man eine Auswertung
der Schwärzung des Films dahingehend vornehmen,
Die Auswertung des Messfilms erfolgt in der Regel monatlich.
Die Vorteile von Dosimeterplaketten bestehen darin, dass
Die Nachteile von Dosimeterplaketten sind, dass
Geiger-Müller-Zählrohre
Geiger-Müller-Zählrohre
(Bild 3) dienen zum Nachweis radioaktiver
Strahlung. Sie beruhen auf der
ionisierenden Wirkung radioaktiver Strahlung und auf den Vorgängen,
die bei einer Gasentladung vonstatten gehen. Das Geiger-Müller-Zählrohr
wurde im Jahre 1928 von den deutschen Physikern HANS GEIGER (1882-1945)
und WALTHER MÜLLER (1905-1979) entwickelt.
Ein Geiger-Müller-Zählrohr eignet sich zum Nachweis von Beta-Strahlung
(Elektronen) und von Gamma-Strahlung (energiereiche elektromagnetische
Strahlung). Allerdings wird die Gamma-Strahlung nicht vollständig,
sondern nur zu einem geringen Prozentsatz registriert.
Aufbau und Wirkungsweise:
Das Zählrohr besteht aus einem gasgefüllten Metallrohr, in dem
sich ein für die radioaktive Strahlung weitgehend durchlässiges
Fenster befindet. Im Inneren des
Metallrohres verläuft ein Metalldraht (Bild 4). Zwischen Metalldraht
und Rohr wird eine äußere Spannung angelegt. Das Rohr wird
mit einer Kombination verschiedener Gase gefüllt. Das Füllgas
kann durch die ankommende radioaktive Strahlung ionisiert werden. Man
verwendet häufig Argon, Xenon oder Methan.
Ein radioaktives Teilchen führt zur Ionisation eines oder mehrere
Füllgasatome. Die äußere Spannung wird so gewählt,
dass es beim Vorhandensein von Ladungsträgern im Füllgas schlagartig
zur Entstehung einer Elektronenlawine
kommt und eine Gasentladung wie in einer Gasentladungsröhre einsetzt.
Dadurch kommt es zu einem Stromstoß im Zählrohr, der durch
Abgriff an einem äußeren Widerstand in einem Spannungsimpuls
umgeformt und elektronisch weiterverarbeitet wird. Häufig erfolgt
eine akustische Darstellung, sodass man die einzelnen radioaktiven Teilchen
als "Knacken" in einem Lautsprecher wahrnehmen kann. Häufig
erfolgt parallel dazu ein Zählen der Impulse.
Kurz nach dem Zünden der Gasentladung ist das Zählrohr für
den Empfang weiterer radioaktiver Teilchen unempfindlich, da sich noch
zu viele Ionen im Füllgas befinden. Um die Gasentladung selbsttätig
zu unterbrechen, wird neben dem Füllgas noch ein Löschgas
in das Zählrohr gebracht. Es ist auch möglich, die einmal in
Gang gekommene Gasentladung von außen durch Einschaltung eines hohen
Widerstandes zu beenden. In diesem Fall kann man auf die Beimengung eines
Löschgases verzichten. Solche Zählrohre sind heute allerdings
kaum noch in Gebrauch.
Nebelkammern
Die Nebelkammer dient dem Nachweis radioaktiver Strahlung. Sie wurde 1912
von dem schottischen Physiker CHARLES THOMAS REES WILSON
(1869-1959) entwickelt und wird deshalb auch als wilsonsche
Nebelkammer bezeichnet. Geeignet ist sie vor allem zum Nachweis von
Alpha- und Betastrahlung, da das Ionisierungsvermögen dieser beiden
Strahlungsarten besonders groß ist. Heute haben Nebelkammern nur
noch historische Bedeutung.
Aufbau und Wirkungsweise: Eine Nebelkammer
(Bild 5) besteht aus einem luftdicht abgeschlossenen Raum mit einem Plexiglasdeckel.
Den Boden der Kammer bildet eine elastische Membran. In diesen Raum werden
durch eine Öffnung einige Tropfen einer Wasser-Ethanol-Lösung
gebracht. Da Ethanol leicht verdampft, bildet sich in der Kammer Ethanoldampf.
Am Rande der Kammer befindet sich ein radioaktives Präparat. Außerdem
liegt eine Spannung an, um die Ionen abzusaugen, die durch die radioaktive
Strahlung entstehen.
Wird der Druck in der Kammer durch Herunterziehen
der elastischen Membran plötzlich verringert, so entsteht durch Abkühlen
ein übersättigter Dampf. An die Ionen, die sich längs der
Bahn der radioaktiven Strahlung bilden, lagern sich Wasser- bzw. Ethanolmoleküle
an und bilden kleine Nebeltröpfchen, die bei seitlicher Beleuchtung
kurzzeitig als Spuren sichtbar sind. Vergleichbar ist das mit einer Erscheinung,
die man häufig am Himmel beobachten kann. Hinter Flugzeugen, die
in großen Höhen fliegen, bilden sich Kondensstreifen.
Sie zeigen uns die Bahn des Flugzeuges, wobei das Flugzeug selbst mitunter
gar nicht zu erkennen ist.