Die Verleihung von Nobelpreisen hatte der schwedische Chemiker und Unternehmer ALFRED NOBEL, der von 1833 bis 1896 lebte, 1895 in seinem Testament verfügt. Der Nobelpreis wird seit 1901 jeweils zum Todestag von ALFRED NOBEL am 10. Dezember in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin/Physiologie, Literatur und Frieden verliehen. Seit 1969 erfolgt auch eine Verleihung des Nobelpreises auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften. Der Nobelpreis gilt als höchste wissenschaftliche Auszeichnung.
Nachfolgend sind die Nobelpreisträger für Physik und für Chemie angegeben. Den Nobelpreis für Chemie erhielten auch bedeutende Physiker, z.B. ERNEST RUTHERFORD oder MARIE CURIE.
| Jahr |
Physik
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Chemie
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| 1901 |
Wilhelm
Conrad Röntgen (1845-1923)
als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen erworben hat. |
Jacobus
Henricus van't Hoff (1852-1911) als Anerkennung des außerorentlichen Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der Gesetze der chemischen Dynamik und des osmotischen Drucks in Lösungen erworben hat. |
| 1902 |
Hendrik
Antoon Lorentz (1853-1928), Pieter
Zeemann (1865-1943)
als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das sie sich durch ihre Untersuchungen über den Einfluss des Magnetismus auf die Strahlungsphänomene erworben haben. |
Emil
Fischer (1852-1919) als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er sich durch seine synthetischen Arbeiten auf dem Gebiet der Zucker- und Puringruppen erworben hat. |
| 1903 |
Antoine
Henri Becquerel
(1852 -1908) als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der spontanen Radioaktivität erworben hat. Pierre Curie (1859-1906) und Marie Curie (1867-1934) als Anerkennung des außerordentliches Verdienstes, das sie sich durch ihre gemeinsamen Arbeiten über die von H. Becquerel entdeckten Strahlungsphänomene erworben haben. |
Svante
August Arrhenius (1859-1927) als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er sich durch seine Theorie über die elektrolytische Dissoziation um die Entwicklung der Chemie erworben hat. |
| 1904 |
John
William Strutt Rayleigh (1842-1919)
für seine Untersuchungen über die Dichte der wichtigsten Gase und seine im Zusammenhang damit gemachte Entdeckung des Argons. |
William
Ramsay (1852-1916) als Anerkennung des Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der indifferenten gasförmigen Grundstoffe in der Luft und die Bestimmung ihres Platzes im periodischen System erworben hat. |
| 1905 | Adolf
Ritter von Bayer (1835-1917) als Anerkennung des Verdienstes, das er sich um die Entwicklung der organischen Chemie und der chemischen Industrie durch seine Arbeiten über die organischen Farbstoffe und die hydroaromatischen Verbindungen erworben hat. |
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| 1906 |
Joseph
John Thomson
(1856-1940) als Anerkennung des großen Verdienstes, das er sich durch seine theoretischen und experimentellen Untersuchungen über der Durchgang der Elektrizität durch Gase erworben hat. |
Henri
Moissan (1852-1907) als Anerkennung des großen Verdienstes, das er sich durch seine Untersuchung und Isolierung des Elements Fluor sowie durch die Einführung des nach ihm benannten elektrischen Ofens im Dienst der Wissenschaft erworben hat. |
| 1907 |
Albert
Abraham Michelson (1852-1931)
für seine optischen Präzisionsinstrumente und seine damit ausgeführten spektroskopischen und metrologischen Untersuchungen. |
Eduard
Buchner (1860-1917) für seine biochemischen Untersuchungen und die Entdeckung der zellfreien Gärung. |
| 1908 |
Gabriel Lippmann
(1845-1921) für seine auf dem Interferenzphänomen begründete Methode, Farben fotografisch wiederzugeben. |
Ernest
Rutherford (1871-1937) für seine Untersuchungen über den Zerfall der Elemente und die Chemie der radioaktiven Stoffe. |
| 1909 |
Guglielmo
Marchese Marconi (1874-1934) und Karl
Ferdinand Braun (1850 - 1918)
als Anerkennung ihrer Verdienste um die Entwicklung der drahtlosen Telegrafie. |
Wilhelm
Ostwald (1853-1932) als Anerkennung für seine Arbeiten über die Katalyse sowie für seine grundlegenden Untersuchungen über chemische Gleichgewichtsverhältnisse und Reaktionsgeschwindigkeiten. |
| 1910 |
Johannes
Diderik van der Waals (1837-1923)
für seine Arbeiten über die Zustandsgleichung der Gase und Flüssigkeiten. |
Otto
Wallach (1847-1931) als Anerkennung des Verdienstes, das er sich um die Entwicklung der organischen Chemie und der chemischen Industrie durch seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der alicyklischen Verbindungen erworben hat. |
| 1911 |
Wilhelm
Wien (1864-1928)
für seine Entdeckung betreffend die Gesetze der Wärmestrahlung. |
Marie
Curie (1867-1934) als Anerkennung des Verdienstes, das sie sich um die Entwicklung der Chemie erworben hat durch die Entdeckung der Elemente Radium und Polonium, durch die Charakterisierung des Radiums und dessen Isolierung im metallischen Zustand und durch ihre Untersuchungen über die Natur und die chemischen Verbindungen dieses wichtigen Elements. |
| 1912 |
Nils
Gustaf Dalen
(1869-1937) für seine Erfindung selbstwirkender Regulatoren, die in Kombination mit Gasakkumulatoren zur Beleuchtung von Leuchttürmen und Leuchtbojen verwendet werden. |
Viktor
Grignard (1871-1935) für das von ihm aufgefundene sogenannte Grignard'sche Reagenz, das in den letzten Jahren in hohem Grad den Fortschritt der organischen Chemie gefördert hat. Paul Sabatier (1854-1941) für seine Methode, organische Verbindungen bei Gegenwart fein verteilter Metalle zu hydrieren, wodurch der Fortschritt der organischen Chemie in den letzten Jahren in hohem Grade gefördert worden ist. |
| 1913 |
Heike
Kammerlingh-Onnes (1853-1926)
aus Anlass seiner Untersuchungen über die Eigenschaften von Körpern bei niedrigen Temperaturen, die unter anderen zur Darstellung von flüssigem Helium führten. |
Alfred
Werner (1866-1919) auf Grund seiner Arbeiten über die Bindungsverhältnisse der Atome im Molekül, wodurch er ältere Forschungsgebiete geklärt und neue erschlossen hat, insbesondere im Bereich der anorganischen Chemie. |
| 1914 |
Max von Laue
(1879-1960)
für seine Entdeckung der Beugung von Röntgenstrahlen beim Durchgang durch Kristalle. |
Theodore
William Richards (1868-1928) als Anerkennung seiner genauen Bestimmungen des Atomgewichts von zahlreichen chemischen Elementen. |
| 1915 |
William
Henry Bragg
(1862-1942) und William Lawrence Bragg (1890-1971) für ihre Verdienste um die Erforschung der Kristallstrukturen mittels Röntgenstrahlen. |
Richard
Willstätter (1872-1942) für seine Untersuchungen der Farbstoffe im Pflanzenreich, vor allem des Chlorophylls. |
| 1916 |
nicht verliehen
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nicht verliehen
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| 1917 |
Charles
Glover Barkla
(1877-1944) für seine Entdeckung der charakteristischen Röntgenstrahlung der Elemente |
nicht verliehen
|
| 1918 |
Max Planck
(1858-1947)
als Anerkennung des Verdienstes, das er sich durch seine Quantentheorie um die Entwicklung der Physik erworben hat. |
Fritz
Haber (1868-1934) für die Synthese von Ammoniak aus dessen Elementen. |
| 1919 |
Johannes Stark
(1874-1957)
für seine Entdeckung des Dopplereffekts bei Kanalstrahlen und die Aufspaltung der Spektrallinien im elektrischen Feld. |
nicht verliehen
|
| 1920 |
Charles Edouard Guillaume
(1861-1938)
als Anerkennung des Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der Anomalien bei Nickelstahllegierungen und die Präzisionsmessungen in der Physik erworben hat. |
Walther
Nernst (1864-1941) als Anerkennung für seine thermochemischen Arbeiten. |
| 1921 |
Albert
Einstein
(1879-1955) für seine Verdienste um die theoretische Physik, besonders für seine Entdeckung des Gesetzes des fotoelektrischen Effekts. |
Frederick
Soddy ' (1877-1956) für seine Beiträge zur Kenntnis der Chemie der radioaktiven Stoffe und seine Untersuchungen über das Vorkommen und die Natur der Isotope. |
| 1922 |
Niels Bohr
(1885-1962)
für seine Verdienste um die Erforschung der Struktur der Atome und der von ihnen ausgehenden Strahlung. |
Francis
William Aston (1877-1945) für seine Entdeckung einer großen Zahl von Isotopen in mehreren nichtradioaktiven Elementen mit Hilfe seines Massenspektrografen sowie für seine Entdeckung des sogenannten Gesetzes der Ganzzahligkeit. |
| 1923 |
Robert Andrews Millikan
(1868-1953)
für seine Arbeiten über die elektrische Elementarladung sowie den fotoelektrischen Effekt |
Fritz
Pregl (1869-1930) für die von ihm entwickelte Mikroanalyse organischer Substanzen. |
| 1924 |
Karl Manne Siegbahn
(1886-1978) für seine röntgenspektrokopischen Entdeckungen und Forschungen. |
nicht verliehen
|
| 1925 |
James Franck
(1882-1964) und Gustav Hertz
(1887-1975)
für ihre Entdeckung der Gesetze, die bei dem Zusammenstoß eines Elektrons mit einem Atom herrschen. |
Richard
Zsigmondy (1865-1929) für die Aufklärung der heterogenen Natur kolloidaler Lösungen sowie für die dabei angewandten Methoden, die grundlegend für die moderne Kolloidchemie sind. |
| 1926 |
Jean-Baptiste
Perrin
(1870-1942) für seine Arbeiten über die diskontinuierliche Struktur der Materie, besonders für seine Entdeckung des Sedimentationsgleichgewichts. |
Theodor
Svedberg (1884-1971) für seine Arbeiten über disperse Systeme. |
| 1927 |
Arthur Holly Compton
(1892-1962) für die Entdeckung des nach ihm benannten Effektes. Charles Thomson Wilson (1869-1959) für die Entdeckung der Methode, durch Dampfkondensierung die Bahnen elektrisch geladener Partikel wahrnehmbar zu machen. |
Heinrich
Wieland (1877-1957) für seine Forschungen über die Zusammensetzung der Gallensäure und verwandter Substanzen. |
| 1928 |
Owen Williams Richardson
(1879-1959), verliehen 1929
für seine Arbeiten über die Phänomene an Thermo-Ionen und besonders für die Entdeckung des nach ihm benannten Gesetzes. |
Adolf
Windaus (1876-1959) für seine Verdienstes um die Erforschung des Aufbaus der Sterine und ihres Zusammenhanges mit den Vitaminen. |
| 1929 |
Louis Victor de Broglie
(1892-1987) für die Entdeckung der Wellennatur der Elektronen. |
Arthur
Harden (1865-1940) und Hans von
Euler-Chelpin (1873-1964) für ihre Forschung über die Zuckervergärung und der Anteil der Enzyme an diesem Vorgang. |
| 1930 |
Chandrasekhara Venkata
Raman (1888-1970)
für seine Arbeiten über die Diffusion des Lichtes und die Entdeckung des nach ihm benannten Effekts. |
Hans
Fischer (1881-1945) für seine Arbeiten über den strukturellen Aufbau der Blut- und Pflanzenfarbstoffe und für die Synthese des Hämins. |
| 1931 |
nicht verliehen
|
Carl
Bosch (1874-1940) und Friedrich Bergius
(1884-1949) für ihre Verdienste um die Entdeckung und Entwicklung der chemischen Hochdruckverfahren. |
| 1932 |
Werner Heisenberg
(1901-1976) für die Begründung der Quantenmechanik, deren Anwendung zur Entdeckung der allotropen Formen des Wasserstoffs geführt hat. |
Irving
Langmuir (1881-1957) für seine Entdeckungen und Forschungen im Bereich der Oberflächenchemie. |
| 1933 |
Erwin Schrödinger
(1887-1961) und Paul Adrien Maurice
Dirac (1902-1984)
für die Entdeckung neuer produktiver Formen der Atomtheorie. |
nicht verliehen
|
| 1934 |
nicht verliehen
|
Harold
Clayton Urey (1893-1981) für seine Entdeckung des schweren Wasserstoffs. |
| 1935 | Frederic
Joliot-Curie (1900-1958) und Irene Joliot-Curie (1897-1956) für ihre gemeinsam durchgeführten Synthesen von neuen radioaktiven Elementen. |
|
| 1936 |
Carl
David Anderson (*1905) |
Peter
Debye (1884-1966) für seine Beiträge zu unserer Kenntnis der Molekularstrukturen durch seine Forschungen über Dipolmomente, über die Beugung von Röntgenstrahlen und an Elektronen in Gasen. |
| 1937 |
Clinton Joseph Davisson
(1881-1958) und George Thomson (1892-1975) für ihre experimentelle Entdeckung der Beugung von Elektronen durch Kristalle. |
Walter
Norman Haworth (1883-1950) für seine Forschungen über Kohlehydrate und Vitamin C. Paul Karrer (1889-1971) für seine Forschungen über die Karotinoide und Flavine sowie über die Vitamine A und B2. |
| 1938 |
Enrico Fermi
(1901-1954)
für die Bestimmung von neuen, durch Neutronenbeschuss erzeugten radioaktiven Elementen und die in Verbindung mit diesen Arbeiten durchgeführte Entdeckung der durch langsame Neutronen ausgelösten Kernreaktionen. |
Richard
Kuhn (1900-1967) für seine Arbeiten über Karitinoide und Vitamine. |
| 1939 |
Ernest Orlando Lawrence
(1901-1958)
für die Erfindung und Entwicklung des Zyklotrons und die dadurch erzielten Ergebnisse, insbesondere im Hinblick auf künstliche radioaktive Elemente. |
Adolf
Friedrich Johann Butenandt (*1903) für seine Arbeiten über Sexualhormone. Leopold Ruzicka (1887-1976) für seine Arbeiten an Polyethylenen und höheren Terpenen. |
| 1940 |
nicht verliehen
|
nicht verliehen
|
| 1941 |
nicht verliehen
|
nicht verliehen
|
| 1942 |
nicht verliehen
|
nicht verliehen
|
| 1943 |
Otto Stern (1888-1969)
für seine Beiträge zur Entwicklung der Molekularstrahlmethode und die Entdeckung des magnetischen Moments des Protons. |
George
de Hevesy (1885-1966) für seine Arbeiten über die Anwendung der Isotope als Indikatoren bei der Erforschung chemischer Prozesse. |
| 1944 |
Isidor Isaac Rabi
(1898-1988)
für die von ihm zur Aufzeichnung der magnetischen Eigenschaften von Atomkernen entdeckte Resonanzmethode. |
Otto
Hahn (1879-1968) für seine Entdeckung der Kernspaltung von Atomen. |
| 1945 |
Wolfgang Pauli
(1900-1958)
für die Entdeckung des als `Pauli-Prinzip' bezeichneten Ausschlussprinzips. |
Artturi
Ilmari Virtanen (1895-1973) für seine Untersuchungen und Entdeckungen auf dem Gebiet der Agrikultur- und Nahrungsmittelindustrie, insbesondere für seine Methode der Konservierung von Futtermitteln und Futterpflanzen. |
| 1946 |
Percy Williams Bridgman
(1882-1961)
für die Erfindung eines Apparats zur Erzeugung von extrem hohen Drücken und für seine Entdeckung, die er mit diesem auf dem Gebiet der Hochdruckphysik machte. |
James
Sumner (1887-1955) für seine Entdeckung der Kristallisierbarkeit von Enzymen. John Howard Northrop (1891-1987) und Wendell Meredith Stanley (1904-1971) für ihre Darstellung von Enzymen und Virus-Proteinen in reiner Form. |
| 1947 |
Edward Victor Appleton
(1892-1965)
für seine Forschungen auf dem Gebiet der Physik der oberen Schichten der Atmosphäre, insbesondere für die Entdeckung der nach ihm benannten ionisierten Schicht. |
Robert
Robinson (1886-1975) für seine Untersuchungen über biologisch wichtige Pflanzenprodukte, insbesondere Alkaloide. |
| 1948 |
Patrick Maynard Stuart
Blackett (1897-1974)
für die Weiterentwicklung der Anwendung der Wilsonschen Nebelkammer und seine damit gemachten Entdeckungen auf dem Gebiet der Kernphysik und der kosmischen Strahlung. |
Arne
Tiselius (1902-1971) für seine Arbeiten über die Analyse mit Hilfe der Elektrophorese und Absorption, insbesondere für seine Entdeckung über die komplexe Natur von Serum-Proteinen. |
| 1949 |
Hideki Yukawa
(1907-1981)
für seine auf der Theorie der Kernkräfte beruhende Vorhersage der Existenz der Mesonen. |
William
Francis Giauque (1895-1982) für seinen Beitrag zur chemischen Thermodynamik, insbesondere für seine Untersuchungen über die Eigenschaften bei extrem tiefen Temperaturen. |
| 1950 |
Cecil Frank Power
(1903-1969) für die Entwicklung der fotografischen Methode zur Untersuchung der Kernvorgänge und die damit verbundene Entdeckung der Mesonen. |
Otto
Diels (1876-1954) und Kurt Adler (1902-1958) für ihre Entdeckung und Entwicklung der Dien-Synthese. |
| 1951 |
John Douglas Cockcroft
(1897-1967) und Ernest Walton (*1903) für ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der Atomkernumwandlung durch künstlich beschleunigte atomare Partikel. |
Edwin
Mattison McMillan (*1907) und Glenn Theodore Seaborg (1912-1999) für ihre Entdeckungen in der Chemie der Transurane. |
| 1952 |
Felix Bloch (1905-1983)
und Edward Mills Purcell (*1912)
für ihre Entwicklung vereinfachter Methoden zur Messung magnetischer Kraftfelder im Atomkern. |
Archer
Martin (*1910) und Richard Laurence Millington Synge (*1914) für ihre Erfindung der Verteilungs-Chromatografie. |
| 1953 |
Frits Zernike
(1888-1966)
für die von ihm angegebene Phasenkontrastmethode, im besonderen für seine Erfindung des Phasenkontrastmikroskops. |
Hermann
Staudinger (1881-1965) für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der makromolekularen Chemie. |
| 1954 |
Max Born (1882-1970)
für seine grundlegenden Forschungen in der Quantenmechanik, besonders für seine statistische Interpretation der Wellenfunktion. Walter Bothe (1891-1957) für seine Koinzidenzmethode und seine mit deren Hilfe gemachten Entdeckungen. |
Linus
Pauling (*1901) für seine Forschung über die Natur der chemischen Bindung und ihre Anwendung zur Aufhellung der Struktur komplexer Substanzen. |
| 1955 |
Willis Eugene Lamb
(*1913)
für seine Entdeckung über die Feinstruktur des Wasserstoffspektrums. Polykarp Kusch (*1911) für seine genaue Bestimmung des magnetischen Moments im Elektron. |
Vincent
du Vigneaud (1901-1978) für seine Untersuchungen der biochemisch bedeutsamen Schwefelverbindungen, besonders für die erste Synthese eines Polypeptidhormons. |
| 1956 |
William Shockley
(1910-1989), John Bardeen (1908-1991) und Walter Houser Brattain (1902-1987) für ihre Untersuchungen über Halbleiter und ihre Entdeckung des Transistoreffekts. |
Cyril
Norman Hinshelwood (1897-1967) und Nikolai S. Semjonow (1896-1986) für ihre Forschung über die Mechanismen chemischer Reaktionen. |
| 1957 |
Tsung Dao Lee
(*1926) und Chen Ning Yang (*1922)
für ihre grundlegenden Forschungen über die Gesetze der sogenannten Parität, die zu wichtigen Entdeckungen über die Elementarteilchen führten. |
Alexander
Todd (*1907) für seine Arbeiten über Nukleotide und Co-enzymnukleotide. |
| 1958 |
Pawel Tscherenkow
(*1904), Ilja Frank (*1908) und
Igor Tamm (1895-1971) für die Entdeckung und Interpretation des Tscherenkow-Effekts. |
Frederick
Sanger (*1918) für seine Arbeiten über die Struktur der Proteine, besonders des Insulins. |
| 1959 |
Emilio Segre
(*1905) und
Owen Chamberlain (*1920) für ihre Entdeckung des Antiprotons. |
Jaroslav
Heyrovsky (1890-1967) für seine Entdeckung und Entwicklung der polarografischen Methoden der Analyse. |
| 1960 |
Donald Arthur Glaser
(*1926)
für die Erfindung der Blasenkammer. |
Willard
Frank Libby (1908-1980) für seine Methode der Anwendung von Kohlenstoff-14 zur Altersbestimmung in Archäologie, Geologie, Geophysik und anderen Zweigen der Wissenschaft. |
| 1961 |
Robert Hofstadter
(*1915)
für seine bahnbrechenden Studien über elektrische Schwingungen im Atomkern und für die dabei erzielten Entdeckungen über die Struktur der Nukleonen. Rudolf Mössbauer (*1929) für seine Forschungen über die Resonanzabsorption der Gamma-Strahlung und seine damit verbundene Entdeckung, die den Namen Mössbauer-Effekt trägt. |
Melvin
Calvin (*1911) für seine Forschungen über die Kohlensäure-Assimilation der Pflanzen. |
| 1962 |
Lew Landau (1909-1968)
für seine bahnbrechenden Theorien über kondensierte Materie, besonders das flüssige Helium. |
Max
Ferdinand Perutz (*1914) und John Cowdery Kendrew (*1917) für ihre Studien über Strukturen der Globulinproteine. |
| 1963 |
Eugene Paul Wigner
(*1902)
für seine Beiträge zur Theorie des Atomkerns und der Elementarteilchen, besonders für die Entdeckung und Anwendung fundamentaler Symmetrie-Prinzipien. Maria Goeppert-Mayer (1906-1972) und Hans Daniel Jensen (1907 - 1973) für ihre Entdeckung der nuklearen Schalenstruktur. |
Karl
Ziegler (1898-1973) und Giulio Natta (1903-1979) für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Chemie und der Technologie der Hochpolymere. |
| 1964 |
Charles T. Townes
(*1915),
Nikolai G. Bassow (1922-2001) und Alexander M. Prochorow (*1916) für grundlegende Arbeiten auf dem Gebiet der Quantenelektronik, die zur Konstruktion von Oszillatoren und Verstärkern auf der Basis des Maser-Laser-Prinzips führten. |
Dorothy
Crowfoot Hodgkin (*1910) für ihre Strukturbestimung biologisch wichtiger Substanzen mit Röntgenstrahlen. |
| 1965 |
Julian Schwinger
(*1918),
Richard Philipps Feynman (1918-1988) und Schinitschiro Tomonaga (1906-1979) für ihre fundamentale Leistung in der Quantenelektrodynamik mit tiefgehenden Konsequenzen für die Elementarteilchenphysik. |
Robert
Burns Woodward (1917-1979) für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Naturstoff-Synthesen. |
| 1966 |
Alfred Kastler
(1902-1984)
für die Entdeckung und Entwicklung der optischen Methoden beim Studium der Hertz-Resonanzen in Atomen. |
Robert
Sanderson Mulliken (1896-1986) für seine grundlegenden Arbeiten über die chemischen Bindungen und die Elektronenstruktur der Moleküle mit Hilfe der Orbital-Methode. |
| 1967 |
Hans Albrecht Bethe
(*1906)
für seinen Beitrag zur Theorie der Kernreaktionen, insbesondere seine Entdeckungen über die Energieerzeugung in den Sternen. |
Manfred
Eigen (*1927), Ronald Norris
(1897-1978) und George Porter (*1920) für ihre Untersuchungen von extrem schnellen chemischen Reaktionen, die durch Zerstörung des Gleichgewichts durch sehr kurze Energieimpulse ausgelöst werden. |
| 1968 |
Luis Walter Alvarez
(1911-1988) für seinen entscheidenden Beitrag zur Elementarteilchenphysik, insbesondere seiner Entdeckung eines großen Anzahl von Resonanzzuständen, ermöglicht durch seine Entwicklung von Techniken mit der Wasserstoffblasenkammer und Datenanalysen. |
Lars
Onsager (1903-1976) für die Entdeckung der nach ihm benannten reziproken Beziehungen, die grundlegend für die Thermodynamik der irreversiblen Prozesse sind. |
| 1969 |
Murray Gell-Mann
(*1929)
für seine Beiträge und Entdeckungen betreffend der Klassifizierung der Elementarteilchen und deren Wechselwirkungen. |
Derek
Harold Richard Burton (*1918) und Odd Hassel (1897-1981) für ihre Arbeit an der Entwicklung des Konformationsbegriffes und dessen Anwendung in der Chemie. |
| 1970 |
Hannes Alfven
(*1908)
für seine grundlegenden Leistungen und Entdeckungen in der Magneto-Hydrodynamik mit fruchtbaren Anwendungen in verschiedenen Teilen der Plasmaphysik. Louis Neel (*1904) für seine grundlegenden Leistungen und Entdeckungen betreffend des Antiferromagnetismus und des Ferrimagnetismus, die zu wichtigen Erkenntnissen in der Festkörperphysik geführt haben. |
Luis
Leloir (*1906) für die Entdeckung der Zucker-Nukleotide und ihrer Funktion in der Biosynthese von Kohlehydraten. |
| 1971 |
Dennis Gabor
(1900-1979)
für seine Erfindung und Entwicklung der holografischen Methode. |
Gerhard
Herzberg (1904-1999) für seine Arbeiten über die Elektronenstruktur und die Geometrie bei den Molekülen, insbesondere freier Radikale. |
| 1972 |
John Bardeen
(1908-1991),
Leon N. Cooper (*1930) und John Robert Schrieffer (*1931) für ihre gemeinsam entwickelte Theorie des Supraleitungsphänomens, auch BSC-Theorie genannt. |
Christian
Boehmer Anfinsen (*1916) für seine Arbeiten über Ribonuklease, insbesondere die Verbindung zwischen Aminosäurereihen und biologisch wirksamen Konformationen. William Howard Stein (1911-1980) und Stanford Moore (1913-1982) für ihren Beitrag zum Verständnis der Verbindung zwischen chemischer Struktur und katalytischer Tätigkeit des aktiven Zentrums der Ribonuklease-Moleküle. |
| 1973 |
Leo Esaki (*1925)
und
Ivar Giaever (*1929) für ihre experimentellen Entdeckungen betreffend das Tunnel-Phänomen in Halb- bzw. Supraleitern. Brian David Josephson (*1940) für seine theoretische Vorhersagevon Eigenschaften bei einer Supraströmung durch eine Tunnelbarriere, insbesondere jene Phänomene, die allgemein als Josephson-Effekt bekannt sind. |
Ernst
Otto Fischer (*1918) und Geoffrey Wilkinson (*1921) für ihre bahnbrechenden unabhängig voneinander geleistetes Arbeiten über die Chemie der metallorganischen sogenannten Sandwich-Verbindungen. |
| 1974 |
Martin Ryle (1918-1984)
und Antony Hewish (*1924)
für ihre bahnbrechenden Arbeiten in der Radioastrophysik: Ryle für seine Beobachtungen und Erfindungen, besonders in der Öffnung technischer Synthesen und Hewish für seine entscheidende Rolle in der Entdeckung der Pulsare. |
Paul
John Flory (*1910) für seine grundlegenden Leistungen, sowohl theoretisch als auch experimentell, in der physikalischen Chemie der Makromoleküle. |
| 1975 |
Aage Bohr (*1922),
Benjamin Mottelson (*1926) und James Rainwater (*1917) für die Entdeckung der Verbindung zwischen kollektiver und Teilchen-Bewegung in Atomkernen und die Entwicklung der Theorie von der Struktur der Atomkerne basierend auf dieser Verbindung. |
John
Warcup Conforth (*1917) für seine Arbeiten über die Stereo-Chemie von Enzym-Katalyse-Reaktionen. Vladimir Prelog (*1906) für seine Forschungen in der Stereo-Chemie organischer Moleküle und Reaktionen. |
| 1976 |
Burton Richter
(*1931) und Samuel Ting (*1936)
für ihre führenden Leistungen bei der Entdeckung eines schweren Elementarteilchen neuer Art. |
William
Nunn Lipscomb (*1919) für seine Arbeiten über die Struktur der Borane und der damit zusammenhängenden Probleme betreffend der Natur chemischer Bindungen. |
| 1977 |
Philipp Warren Anderson
(*1923), Nevill Francis Mott
(*1905) und John Hasbrouck van Vleck
(1899-1980)
für die grundlegenden theoretischen Leistungen zur Elektronenstruktur in magnetischen und ungeordneten Systemen. |
Ilya
Prigogine (*1917) für seinen Beitrag zur irreversiblen Thermodynamik, insbesondere zur Theorie der dissipativen Strukturen. |
| 1978 |
Pjotr L. Kapiza
(1894-1984)
für seine grundlegenden Erfindungen und Entdeckungen in der Tieftemperaturphysik. Arno Allen Penzias (*1933) und Robert W. Wilson (*1936) für ihre Entdeckung der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung. |
Peter
Dennis Mitchell (*1920) für seinen Beitrag zum Verständnis biologischer Energieübertragung durch Entwicklung der chemoosmotischen Theorie. |
| 1979 |
Sheldon Lee Glashow
(*1932), Abdus Salam (*1926)
und
Steven Weinberg (*1933) für ihre Mitwirkung an der Theorie der Vereinigung schwacher und elektromagnetischer Wechselwirkung zwischen Elementarteilchen, einschließlich u. A. die Voraussage von schwacher neutraler Strömung. |
Herbert
Charles Brown (*1912) und Georg Wittig (1897-1987) für ihre Entwicklung von Bor- bzw. Phosphorverbindungen in wichtigen Reagenzien innerhalb organischer Synthesen. |
| 1980 |
James Watson Cronin
(*1923) und Val Logsdan Fitsch
(*1923)
für die Entdeckung von Verletzungen fundamentaler Symmetrieprinzipien im Zerfall von neutralen K-Mesonen. |
Paul
Berg (*1926) für seine grundlegenden Arbeiten über Nukleinsäuren-Biochemie, unter besonderer Berücksichtigung von Hybrid-DNS. Walter Gilbert (*1932) und Frederick Sanger (*1918) für ihre Beiträge die Bestimmung von Basissequenzen in Nukleinsäuren betreffend. |
| 1981 |
Nicolaas Bloembergen
(*1920) und Arthur Leonard Schawlow
(*1921)
für ihren Beitrag zur Entwicklung der Laserspektroskopie Kai Manne Siegbahn (*1918) für seinen Beitrag zur Entwicklung der hochauflösenden Elektronenspektroskopie. |
Kenidschi
Fukui (*1918) und Roald Hoffmann
(*1937) für ihre unabhängig voneinander entwickelten Theorien über den Verlauf chemischer Reaktionen. |
| 1982 |
Kenneth G. Wilson
(*1936)
für seine Theorie über kritische Phänomene bei Phasenumwandlungen. |
Aaron
Klug (*1926) für die Entwicklung kristallografischer Verfahren zur Entschlüsselung biologisch wichtiger Nukleinsäure-Protein-Komplexe. |
| 1983 |
Subrahmanyan Chandrasekhar
(*1910)
für seine theoretischen Studien der physikalischen Prozesse, die für die Struktur und die Entwicklung der Sterne von Bedeutung sind. William A. Fowler (*1911) für theoretische und experimentelle Studien der Kernreaktionen, die für die Bildung der chemischen Elemente im Weltall von Bedeutung sind. |
Henry
Taube (*1915) für seine Arbeiten über die Reaktionsmechanismen der Elektronenübertragung, insbesondere bei Metallkomplexen. |
| 1984 |
Carlo Rubbia
(*1934) und
Simon van der Meer (*1925) für ihre entscheidenden Einsätze bei dem großen Projekt, das zur Entdeckung der Feldpartikel W und Z, Vermittler schwacher Wechselwirkungen, geführt hat. |
Robert
Bruce Merrifield (*1921) für seine einfache und geniale Methode zur Herstellung von Peptiden und Proteinen. |
| 1985 |
Klaus von Klitzing
(*1943)
für die Entdeckung des quantisierten Hall-Effekts. |
Herbert
Aaron Hauptmann (*1917) und Jerome Karle (*1918) für ihre entscheidenden Einsätze bei der Entwicklung direkter Methoden zur Kristallstrukturbestimmung. |
| 1986 |
Gerd Binnig (*1947)
und
Heinrich Rohrer (*1933) für ihre Konstruktion eines Rastertunnelmikroskops Ernst Ruska (*1906) für seine fundamentalen elektronenoptischen Arbeiten und die Konstruktion des ersten Elektronenmikroskops. |
Dudley
Robert Herschbach (*1932), Yuan
Ise Lee (*1936) und John Charles Polanyi (*1929) für ihre Beiträge zur Dynamik chemischer Elementarprozesse. |
| 1987 |
Johannes Georg Bednorz
(*1950) und
Karl Alex Müller (*1927) für ihren wichtigen Durchbruch bei der Entdeckung der Supraleitung in keramischen Werkstoffen |
Donald
J. Cram (*1919), Jean-Marie Lehn
(*1939) und Charles P. Pedersen (*1904) für Synthesen von Molekülen, die wichtige biologische Prozesse imitieren. |
| 1988 |
Leon M. Ledermann
(*1922),
Jack Steinberger (1921) und Melvin Schwartz (*1932) für Arbeiten in der Elementarteilchenphysik. |
Johann
Deisenhofer (*1943), Robert Huber
(*1937) und Hartmut
Michel (*1948) für die Bestimmung der dreidimensionalen Struktur des fotosynthetischen Reaktionszentrums. |
| 1989 |
Wolfgang Paul
(1913-1993) und H. G. Dehmelt
(*1922)
für die Entwicklung der Ionenfallentechnik und die dadurch ermöglichten fundamentalen Untersuchungen an Atomen und Elementarteilchen, die zur Grundlage von Messungen der höchsten Präzision geworden sind. Norman F. Ramsey (1915) für die Entwicklung einer Methode zur Verwendung getrennt voneinander oszillierender Felder |
Sidney
Altmann (*1939) und Thomas R. Cech
(*1947) für die Entdeckung, daß Ribonucleinsäuren, deren Funktion allein darin zu bestehen schien, die Anweisungen der Erbsubstanz zur Schaffung eines Organismus und zur Erhaltung der Lebensfunktion zu übermitteln, in Einzelfällen eine aktive Rolle spielen können: Sie verändern sich selbst oder andere Zellmoleküle. |
| 1990 |
Jerome Isaac Friedman
(*1930), Henry Way Kendall (*1926)
und Richard Edward Taylor (*1929)
für die Untersuchungen über die unelastische Streuung von Elektronen an Nukleonen. |
Elias
James Corey (*1928) für seine Entwicklung einer Theorie und Methodologie der organischen Synthese. |
| 1991 |
Pierre Gilles de Gennes
(*1932)
für seinen Beitrag zur Entwicklung tragbarer Computer. |
Richard
Ernst (*1933) für die Entwicklung der magnetische Kernresonanz-Spektro-skopie, die zur wichtigsten physikalischen Untersuchungsmethode von chemischen Strukturen und Reaktionsabläufen wurde. |
| 1992 |
Georges Charpak
(*1924)
für seine Arbeiten zur Teilchenphysik. |
Rudolph
A. Marcus (*1923) für seinen Beitrag zur Entwicklung einer Theorie der Elektronentransfer-Reaktionen in chemischen Systemen. |
| 1993 |
Joseph H. Taylor
(*1941) und Russel A. Hulse (*1950)
für die Bestätigung der allgemeinen Relativitätstheorie durch ein Doppelpulsar-Sternsystem. |
Kary
B. Mullis (*1944) für die Entdeckung eines Verfahrens zur schnellen und einfachen Vervielfältigung von DNA. Michael Smith (*1932) für die Entwicklung einer Methode, gezielt an einer gewünschten Stelle der Erbsubstanz eine Mutation zu erzeugen. |
| 1994 |
Clifford Glenwood Shull
(*1915) und Bertram Neville Brockhouse
(*1918)
für die Entwicklung von Methoden der elastischen und inelastischen Neutronenbeugung zur Strukturbestimmung von Festkörpern. |
George
A. Olah (*1927) für Nachweise und Untersuchungen zu Carbokationen, die bei organischen Reaktionen als extrem kurzlebige Zwischenstufen auftreten. |
| 1995 |
Martin L. Perl
(*1927)
für den Nachweis des Tau-Leptons. Frederick Reines (*1918) für die Entwicklung des Neutrino-Nachweises. |
Paul
Crutzen (*1933), Mario Molina
(*1943) und Sherwood F. Rowland
(*1927) für ihre Forschungen zur Chemie der Atmosphäre, insbesondere zu Mechanismen des Ozonschwunds in der Stratosphäre |
| 1996 |
David M. Lee
(*1931), Douglas D. Osheroff
(*1945) und Robert C. Richardson
(*1937)
für die Entdeckung der suprafluiden Phasen des Helium-3 in den Jahren 1971-72. |
Robert
F. Curl (*1933), Harold W. Kroto
(*1939) und Richard E. Smalley
(*1943) für die Entdeckung einer neuen Modifikation von festem Kohlenstoff, in der die Atome zu polyederartigen Hohlkörpern mit fünf- und sechseckigen Seitenflächen verknüpft sind. |
| 1997 |
Steven Chu (*1948),
Claude Cohen-Tannoudji (*1933)
und William D. Philips (*1948)
für die Entwichlung von Methoden, die es erlauben, Atome mit Laserlicht zu kühlen und einzufangen. |
Paul D. Boyer (*1918) und John
E. Walker (*1941) |
| 1998 |
Horst L. Störmer
(*1949),
Daniel C. Tsui (*1939) und Robert B. Laughlin (*1950) für die Entdeckung einer neuen Form von Quantenflüssigkeit, in der Anregungen mit gebrochenzahliger Ladung existieren. |
Walter
Kohn (*1923) und John Pople (*1925) für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Quantenchemie |
| 1999 |
Martinus J. G. Veltman
(*1931) und
Gerardus 't Hooft (*1946) für ihre Leistung, die Theorie der elektroschwachen Wechselwirkungen auf festeren mathematischen Grund gestellt zu haben. |
Ahmed
H. Zewail (*1946) für den Nachweis, dass man mit Hilfe schneller Laser-Technik sehen kann, wie sich Atome während einer chemischen Reaktion in einem Molekül bewegen. |
| 2000 |
Jack S. Kilby
(*1923) für die Entwicklung des ersten integrierten Schaltkreises
sowie
Herbert Kroemer (*1928) und Zhores I. Alferow (*1930) für die Entwicklung von Halbleiter-Heterostrukturen, wie sie in der Hochgeschwindigkeits- und Optoelektronik verwendet werden. |
Alan
J. Heeger (*1936), Alan G. MacDiarmid
(*1927) und Hideki Shirakawa (*1936) für die Entwicklung elektrisch leitender Kunststoffe (Polymere) |
| 2001 |
Wolfgang Ketterle
(*1957),
Eric A. Cornell (*1961) und Carl Wiemann (*1951) für die Erschaffung eines neuen, fünften Materiezustandes, des BOSE-EINSTEIN-Kondensats. |
William
S. Knowles (*1917), Ryoji Noyori (*1938) und K. Barry Sharpless (*1941) für die Herstellung von Spiegelbild-Molekülen mithilfe verschiedener Syntheseverfahren. |
| 2002 |
Raymond Davis jr.
(* 1914) und
Masatoshi Koshiba (* 1926) für bahnbrechende Arbeiten in der Astrophysik, insbesondere für den Nachweis kosmischer Neutrinos. Riccardo Giacconi (*1931) für seine bahnbrechenden Arbeiten in der Astrophysik, die zur Endeckung von kosmischen Röntgenquellen geführt haben. |
John
B. Fenn (*1917) und Koichi Tanaka
(*1959) für ihre Entwicklung von weichen Desorption/Ionisation-Methoden zur massenspektrometrischen Analyse von biologischen Makromolekülen. Kurt Wüthrich (*1938) für seine Entwicklung der kernmagnetischen Resonanzspektroskopie zur Bestimmung der dreidimensionalen Struktur von biologischen Makromolekülen in Lösung. |
| 2003 |
Alexei A. Abrikosov
(*1928),Vitaly L. Ginzburg (*1916)
und
Anthony J. Leggett (*1938) gemeinsam für bahn-brechende Arbeiten in der Theorie über Supraleiter und Supraflüssigkeiten. |
Peter
Agre (*1949) und Roderick MacKinnon (*1956) für Entdeckungen bezüglich der Kanäle in Zellmembranen, speziell P. Agre für die Entdeckung von Wasserkanälen, und R. MacKinnon für struk-turelle und mechanistische Studien an Ionenkanälen. |
| 2004 |
David J. Gross
(*1941),
H. David Politzer (*1949) und Frank Wilczek (*1951) für ihre Entdeckungen über die Wechselwirkungen zwischen Elementarteilchen, den sogenannten Quarks. |
Aaron Ciechanover (*1947), Avram Hershko (*1937) und Irwin Rose (*1926) für ihre Entdeckungen zum Eiweißabbau. |
| 2005 | Theodor
W. Hänsch (*1941) und John
L. Hall (*1934) für ihre Verdienste bei der Entwicklung der auf Laser gegründeten Präzisionsspektroskopie einschließlich der optischen Frequenzkammtechnik. Roy J. Glauber (*1925) für seinen Beitrag zur quantenmechanischen Theorie der optischen Kohärenz. |
Yves Chauvin (*1930), Robert H. Grubbs (1942) und Richard R. Schrock (*1945) für die Erforschung der Metathese, einer der bedeutendsten Reaktionen in der organischen Chemie. |
Bei der Vergabe der Nobelpreise gibt es einige bemerkenswerte Besonderheiten:
Die Familie Curie erhielt insgesamt 5 Nobelpreise
für Physik und für Chemie:
Auch Väter und Söhne erhielten den Nobelpreis:
Mehrere Forscher wurden zweimal mit dem Nobelpreis ausgezeichnet:
Ausführliche Information zum Nobelpreis und zu den Preisträgern
sind im Internet unter der Adresse der Nobel Foundation (www.nobel.se/)
zu finden.