
Bei unregelmäßig geformten Körpern kann man den Schwerpunkt experimentell bestimmen. Besonders einfach ist die experimentelle Bestimmung des Schwerpunktes S bei flächenhaften Körpern (Platten). Dazu hängt man den Körper an verschiedenen Punkten A und B auf und markiert jeweils das Lot (Bild 2). Der Schwerpunkt des Körpers befindet sich dort, wo sich die Lote schneiden.
Bei länglichen Körpern (Lineal,
Besenstiel) kann man die Lage des Schwerpunktes finden, wenn man den Körper
in eine waagerechte Lage bringt, ihn in einem Punkt unterstützt und
den Körper solange verschiebt, bis er im Gleichgewicht ist.
Der Schwerpunkt eines homogenen Körpers kann auch rechnerisch bestimmt
werden. Für den Schwerpunkt eines solchen Körpers gilt:

Schwerpunktsatz
Unterstützt man einen starren Körper im Schwerpunkt, so wird
die Schwerkraft kompensiert.
Der Körper befindet sich im Gleichgewicht und damit in Ruhe.
Bei der Bewegung eines Körpers kann man häufig den Körper
durch das Modell Massepunkt
ersetzen. Meist wählt man dafür den Schwerpunkt.
Für die Bewegung und den Ort des Schwerpunktes gilt das Gesetz
von der Erhaltung des Schwerpunktes, auch Schwerpunkterhaltungssatz
oder Schwerpunktsatz genannt:
Ist die Summe der äußeren Kräfte null, so bewegt sich der Schwerpunkt geradlinig und gleichförmig.
Dieser Satz gilt auch bei beliebiger Bewegung des Schwerpunktes, wenn
sich die äußeren Kräfte kompensieren und wenn nur innere
Kräfte wirken. So bewegt sich z.B. der Schwerpunkt eines explodierenden
Feuerwerkskörpers auf der gleichen Bahn, auf der sich der Schwerpunkt
des nicht explodierenden Feuerwerkskörpers bewegen würde, wenn
man vom Luftwiderstand absieht.