



ein Maß
dafür, wie durch den Stoff das Magnetfeld beeinflusst wird. Der genannte
Quotient wird in der Physik als Permeabilitätszahl
oder relative Permeabilität
bezeichnet. Es gilt also:
Nach dem Wert der Permeabilitätszahl unterscheidet man drei Gruppen von Stoffen (Bild 2):
In der nachfolgenden Übersicht sind einige Werte für die Permeabilitätszahl genannt.
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ferromagnetische Stoffe
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paramagnetische Stoffe
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diamagnetische Stoffe
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Stoff
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Stoff
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Stoff
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| Cobalt | 80 ... 200 | Aluminium | 1,000.02 | Antimon | 0,999.884 |
| Dynamo-blech | 200 ... 3.000 | Chromium | 1,000.28 | Gold | 0,999.971 |
| Eisen | 250 ... 680 | Eisen(III)-chlorid | 1,003.756 | Quecksilber | 0,999.966 |
| Nickel | 280 ... 2500 | Luft | 1,000.000.37 | Wasser | 0,999.991 |
| Sonder-legierungen | bis 900.000 | Platin | 1,000.2 | Zink | 0,999.986 |
Die
Besonderheiten ferromagnetischer Stoffe
Bereits AMPERE äußerte die Vermutung, dass ferromagnetische
Stoffe aus kleinsten Magneten, den Elementarmagneten,
aufgebaut sind. Spätere Untersuchungen, an denen der Physiker
PIERRE ERNEST WEISS (1865-1940) maßgeblich beteiligt war, bestätigten
diese Hypothese: In ferromagnetischen Stoffen gibt es kleinste Bereiche
mit gleicher magnetischer Ausrichtung, die man nach dem Physiker WEISS
als weißsche Bezirke
bezeichnet (Bild 3). In unmagnetisiertem Eisen haben diese Bezirke eine
zufällige Ausrichtung, sodass sich die magnetischen Wirkungen gegenseitig
aufheben. Bringt man aber einen solchen ferromagnetischen Stoff in ein
Magnetfeld, so richten sich die weißschen Bezirke nach diesem äußeren
Magnetfeld aus. Der Stoff wird selbst zum Magneten und verstärkt
das äußere Magnetfeld.
Magnetisierung,
Restmagnetismus, Entmagnetisierung
Bringt man unmagnetisiertes Eisen in ein Magnetfeld, so richten sich die
weißschen Bezirke nach diesem äußeren Magnetfeld aus
und verstärken es. Dafür gibt es aber eine Grenze. Sie ist erreicht,
wenn alle weißschen Bezirke nach dem äußeren Feld ausgerichtet
sind. Diesen Zustand bezeichnet man als magnetische
Sättigung. Eine weitere Verstärkung
des äußeren Magnetfeldes führt zu keiner Änderung
im ferromagnetischen Stoff.
Wird das äußere Magnetfeld abgeschaltet oder entfernt, so bleibt
die Ausrichtung der weißschen Bezirke über einen längeren
Zeitraum zumindest bis zu einem gewissen Grade erhalten. Der betreffende
Stoff weist dann einen Restmagnetismus
auf, der in der Physik auch als remanenter
Magnetismus bezeichnet wird. Untersucht man die Zusammenhänge
zwischen der Feldstärke eines äußeren Magnetfeldes und
der magnetischen Flussdichte in einem ferromagnetischen Stoff genauer,
so ergibt sich der in Bild 4 dargestellte Zusammenhang:
Der gesamte beschriebene Vorgang wird als Hysteresis bezeichnet, die in Bild 4 dargestellte Kurve als Hysteresisschleife. Die Fläche, die diese Schleife einschließt, ist ein Maß für die Energie, die zur Ummagnetisierung erforderlich ist und die als thermische Energie freigesetzt wird. Man nennt sie auch Hysteresisverluste.
Die Entmagnetisierung eines ferromagnetischen Stoffes kann durch ein äußeres Magnetfeld erfolgen. Sie tritt auch auf, wenn ein solcher Stoff stark erhitzt wird. Die Grenztemperatur bezeichnet man als CURIE-Punkt. Auch durch starke mechanische Stöße, etwa durch das Bearbeiten mit einem Hammer, kann eine Entmagnetisierung hervorgerufen werden.
Magnetisch
weiche und magnetisch harte Stoffe
Stoffe, die sich leicht magnetisieren lassen, diesen Magnetismus aber
auch leicht wieder verlieren, nennt man magnetisch
weiche Stoffe. Dazu gehört
z.B. Weicheisen und eine Reihe von Legierungen.
Stoffe, die ihren Magnetismus nach einer Magnetisierung über einen
langen Zeitraum weitgehend beibehalten, nennt man magnetisch
harte Stoffe. Dazu gehören
alle Stoffe, Legierungen und gesinterte Materialien, aus denen Permanentmagnete
hergestellt sind. Eine für die Technik besonders wichtige Gruppe
magnetischer Stoffe sind die Ferrite,
die aus Eisenoxid und einem oder mehreren Oxiden zweiwertiger Metalle
bestehen.