





Ein einfaches Teilchenmodell
In Bild 2 ist ein einfaches Teilchenmodell
dargestellt, das häufig in Form eines Aussagensystems angegeben wird.
In dieser Form ist es ein ideelles
Modell. Seine Grundaussagen lauten:
Für diese Aussagen gibt es eine Reihe von experimentellen Belegen und auch von Belegen aus dem Erfahrungsbereich:
Das beschriebene einfache Teilchenmodell ist gut geeignet, die Unterschiede
zwischen Stoffen in verschiedenen Aggregatzuständen zu verdeutlichen.
Feste Körper, Flüssigkeiten und Gase bestehen zwar alle aus
Teilchen, unterscheiden sich jedoch in ihrem Aufbau, ihrer Form und ihrem
Volumen. Die Unterschiede sind in der Übersicht in Bild 2 zusammengestellt.
Das Teilchenmodell ist auch gut geeignet, solche Erscheinungen wie das
Schmelzen und Erstarren, das Sieden und Kondensieren, das Verdampfen,
die Volumenänderung von Körpern bei Temperaturänderung
oder die Entstehung des Gasdrucks zu deuten.
Materielle Teilchenmodelle
Das oben beschriebene Teilchenmodell kann man auch als materielles
Modell, also in gegenständlicher Form, realisieren. Dafür
gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, beispielsweise:
Strukturmodelle
Um sich den Aufbau von einzelnen Stoffen oder auch komplizierter Verbindungen
zu verdeutlichen, verwendet man ebenfalls Teilchenmodelle (Kalottenmodelle).
Ein sehr einfaches Beispiel für solche Art von Modellen ist in Bild
5 dargestellt. Phosphorsäure mit der chemischen Formel
wird durch dieses Modell in seiner Zusammensetzung veranschaulicht.
Die räumliche Anordnung der Atome bzw. Moleküle wird häufig
in Form von Gittern dargestellt.
Man spricht dann von Gittermodellen. Atome und Moleküle sind dabei
Kugeln, die Bindungen zwischen ihnen werden durch Striche gekennzeichnet.
Bei kristallinen Stoffen spricht man dann von einem Kristallgitter.
Bild 6 zeigt ein solches Kristallgitter des Siliciumdioxids
.
Ein Molekül des Siliciumdioxids besteht aus einem Atom Silicium und
zwei Atomen Sauerstoff, die durch polare Atombindung verbunden sind. Im
Kristall bildet ein Siliciumatom mit vier Sauerstoffatomen einen Tetraeder.
Die Struktur kristalliner Festkörper kann mithilfe solcher Kristallgitter gut beschrieben werden. Die Kristallstrukturlehre ist ein Teilgebiet der Kristallografie. Unterschieden wird dabei zwischen einer Reihe von charakteristischen Gitterstrukturen. Einige davon sind in Bild 7 dargestellt.
Tätsächlich ist in Festkörpern und Flüssigkeiten
der Abstand zwischen den Atomen nicht so, wie es in den Gittermodellen
dargestellt ist. Vielmehr sind die Atome dicht gepackt. Auch das lässt
sich zeichnerisch darstellen. Man spricht dann von einem Packungsmodell.
Es lässt sich mithilfe kleiner Kugeln sogar darstellen und es lassen
sich damit auch einige Modellexperimente durchführen.