




Kennzeichnung
eines zentralen unelastischen Stoßes
Ein zentraler
gerader unelastischer Stoß zwischen zwei Körpern ist dadurch
gekennzeichnet, dass
Gesetze für den zentralen elastischen
Stoß
Wir betrachten als Beispiel einen zentralen elastischen Stoß zwischen
zwei Wagen (Bild 2). Durch die am Wagen befestigte Feder erfolgt beim
Stoß eine elastische Wechselwirkung. Die gesamte Anordnung betrachten
wir als ein abgeschlossenes System, vernachlässigen damit auch den
Einfluss von Reibungseffekten.
Experimentell kann man das realisieren, wenn man eine Luftkissenbahn nutzt,
so wie das in Bild 3 zu sehen ist.
Für eine solche Anordnung gilt der Impulserhaltungssatz:

Für den Spezialfall des zentralen Stoßes bewegen sich die Körper längs einer Geraden und man kann die Impulsgleichung ohne Vektorpfeile schreiben. Dabei vereinbart man noch, dass Geschwindigkeiten nach rechts ein positives Vorzeichen bekommen, Geschwindigkeiten nach links ein negatives:
(1)
Ändern die Stoßpartner während ihrer Bewegung ihre Höhenlage nicht, wird zwischen ihnen also nur kinetische Energie ausgetauscht, dann lautet der Energieerhaltungssatz für den Stoßvorgang:
(2)
Mit den Gleichungen (1) und (2) für den Impuls und die Energie stehen
zwei Gleichungen mit den zwei Unbekannten
zur Verfügung. Diese Gleichungen lassen sich nach
auflösen und man erhält:

Ein wichtiger Spezialfall ist der, dass ein Körper elastisch gegen einen zweiten mit sehr großer Masse (feste Wand) stößt. Unter der Bedingung

Das bedeutet: Der leichtere Körper wird an der festen Wand reflektiert.
Er behält den Betrag seiner Geschwindigkeit bei. Die Richtung der
Geschwindigkeit kehrt sich um.
Hinweis:
Die Umstellung der Gleichungen ist relativ aufwändig. Ein möglicher
Weg wäre folgender:
Die Gleichung (2) für die Energie wird umgeschrieben. Die Multiplikation
mit dem Faktor 2 ergibt:

Dafür kann man auch schreiben:

Diese Gleichung wird dividiert durch die Impulsgleichung (1), die aber
in folgende Form umgestellt wird:

Die Division von Gleichung (3) durch Gleichung (4) ergibt:
Die entsprechende Gleichung für
erhält man in analoger Weise, indem man von Gleichung (5) ausgeht,
diese nach
umstellt, in die Impulsgleichung einsetzt und die Gleichung nach dem obigen
Muster umstellt.
Ein klassisches Experiment zum elastischen
Stoß
Bild 4 zeigt ein klassisches Experiment zur Energieerhaltung und Impulserhaltung
beim elastischen Stoß, das als "Newtons
Wiege" bezeichnet wird. Das entsprechende Gerät nennt man
auch Kugelstoßapparat.
Lässt man eine Kugel stoßen, dann fliegt auf der anderen Seite
genau eine Kugel weg. Bei zwei stoßenden Kugeln sind es auf der
anderen Seite genau zwei Kugeln usw.
Die Erklärung dafür ist folgende: Die Anzahl i Kugeln (i = 1,
2, ...) der Masse m wurden ausgelenkt und stoßen
mit der Geschwindigkeit v auf die verbliebenen
Kugeln. Nach dem Stoß fliegen k Kugeln mit der Geschwindigkeit u
nach rechts fort. Nach dem Impulserhaltungssatz und dem Energieerhaltungssatz
gilt dann:

Setzt man die erste Gleichung in die zweite ein, folgt i = k und daraus
v = u, also genau das, was man sieht.