Das Zerfallsgesetz
als Diagramm
Das Zerfallsgesetz gibt
an, wie eine bestimmte Anzahl von Atomkernen eines radioaktiven Nuklids
in Abhängigkeit von der Zeit zerfällt. Die Anzahl der zerfallenen
Atomkerne ist abhängig
Anschaulich lässt sich der Zerfall von Atomkernen in Abhängigkeit von der Zeit in einer Zerfallskurve verdeutlichen (Bild 1). Es ergibt sich ein nicht linearer Zusammenhang. Ist eine Halbwertszeit vergangen, so ist noch die Hälfte der ursprünglich vorhandenen Atomkerne des Nuklids vorhanden. Die andere Hälfte ist zerfallen. Nach zwei Halbwertszeiten sind noch ein Viertel, nach drei Halbwertszeiten noch ein Achtel der ursprünglich vorhandenen Atomkerne vorhanden.
Das Zerfallsgesetz
als Gleichung
Der im Diagramm (Bild 1) dargestellte
Zusammenhang lässt sich auch in Form einer Gleichung
erfassen. Für den Zerfall von Atomkernen gilt das folgende Zerfallsgesetz:

Das Zerfallsgesetz
- ein statistisches Gesetz
Das Zerfallsgesetz ist im Unterschied zu vielen anderen Gesetzen der Physik
ein statistisches Gesetz, man spricht
auch von einem stochastischen Gesetz. Das bedeutet: Das Gesetz macht nur
eine Aussage über die Gesamtheit der Atomkerne. Von den insgesamt
vorhandenen instabilen Atomkernen wandelt sich in einer Halbwertszeit
die Hälfte um. Welche der Atomkerne das sind, wird durch das Gesetz
nicht erfasst. Es macht also keine Aussage über den einzelnen Atomkern,
sondern nur über die Gesamtheit der Kerne.
Im Unterschied dazu gibt ein dynamisches
Gesetz an, wie sich ein einzelnes Objekt unter den gegebenen Bedingungen
verhält. Wenn man z. B. die Kraft kennt, die auf einen Körper
mit einer bestimmten Masse wirkt, dann kann man mithilfe des newtonschen
Grundgesetzes eindeutig ermitteln, wie groß seine Beschleunigung
ist.